Ex-Rennfahrer von Justiz ausgebremst

Wegen Millionen-Betrugs vor Gericht

Ex-Rennfahrer von Justiz ausgebremst

Ex-Magna-Boss Siegfried Wolf muss als Zeuge im Prozess um ein "Wunder-Auto" aussagen.

Der Laie staunte und der Fachmann rieb sich die Augen, als der schillernde Ex-Gelegenheits-Rennfahrer Markus F. eine neue „Super-Rakete“ präsentierte: den „Milan Red“, ein durchgestylter Sportwagen, der angeblich 400 km/h fahren sollte. Der Konstrukteur suchte Abnehmer, wollte eine Million Euro pro Stück. Als Referenzen und künftige Kunden präsentierte er Pamela Anderson, Prinz Albert, die Familie Porsche.

Und Top-Manager Siegfried Wolf. Der Ex-Magna-Boss muss jetzt als Zeuge gegen Markus F. ran. Und wäre fast zum Stolperstein für den Richter geworden, weil die beiden im selben Golfklub spielen. Kleines Handicap, aber keine Befangenheit.

Markus F. steht seit Mittwoch wegen Betrugs vor Gericht. Er soll Anleger um 1,1 Millionen Euro geprellt haben. Sein „Milan Red“ schaffte es nur zum Holz-Modell ohne Motor, das Geld ging flöten. Der Prozess vertagt, es gilt die Unschuldsvermutung.



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