SPÖ und FPÖ verlieren noch mehr

1. Umfrage nach Wahl: Grüne & FPÖ gleichauf

Drei Wochen nach der Wahl würde fast jeder Achte einer anderen Partei die Stimme geben.
Wien. Kennen Sie das Gefühl? Sie haben eine Entscheidung getroffen, vielleicht mal was Teures eingekauft, und kurz darauf folgt die Reue – obwohl’s nichts mehr zu ändern gibt.
 

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So dürfte es vielen Österreichern nach dieser Nationalratswahl gegangen sein. Laut aktueller ÖSTERREICH-Umfrage, der ersten nach der Wahl (Research Affairs, 1.001 Online-­Interviews, 10.–16. Oktober), sind 53 % der Österreicher mit dem Ergebnis unzufrieden. Und, das ist drei Wochen nach der Wahl besonders bemerkenswert: 12 %, das ist fast jeder achte Österreicher, würde heute eine andere Partei wählen als am 29. September.
 

Kanzlerfrage

Wem geben Sie die Stimme wenn Sie den Bundeskanzler direkt wählen könnten?
 

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Koalitions-Frage

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Knappe Mehrheit: 29 % wünschen sich Türkis-Grün, 28 % sind für Türkis-Blau.
 
 

ÖVP jetzt schon mit 18 % Vorsprung auf die SPÖ

 
Jeder 5. Grüne bereut. Ausreißer nach oben sind hier die Grünen: Jeder fünfte Grün-Wähler würde anders wählen. 20 % bereuen offensichtlich, die SPÖ „im Stich gelassen“ zu haben. Bei der ÖVP sind es nur 7 %, die einer anderen Partei die Stimme geben würden.
 
Dennoch zeigt die Sonntagsfrage: Im Falle einer Neuwahl würden die Grünen weiter zulegen. Würde bereits wieder gewählt werden, könnten sie sogar mit der FPÖ gleichziehen. Die Partei von Werner Kogler profitiert vom Sieger-Image und käme zurzeit auf 15 %, das sind 1,1 % mehr als am Wahltag. Die FPÖ hingegen würde weiter verlieren. Sie käme ebenfalls auf 15 % und würde 1,2 % gegenüber dem 29. September verlieren.
 
ÖVP schon bei 38 %. Klarer Sieger einer Neuwahl wäre aber die ÖVP von Sebastian Kurz. Sie könnte ihr gutes Ergebnis vom Wahlsonntag weiter verbessern und um einen halben Prozentpunkt zulegen: 38 % geben ihr derzeit die Österreicher. Das ergibt einen weiteren Rekordvorsprung für die ÖVP. Sie würde damit bereits um 18 Prozentpunkte vor der zweitplatzierten Partei liegen.
 
Denn weiterhin trist ist die Situation für die SPÖ. War das Ergebnis vom 29. September mit 21,2 % bereits ein historischer Tiefststand, geht’s noch weiter runter. Würde jetzt gewählt, käme die Partei von Pamela Rendi-Wagner nur mehr auf 20 %.
 
Wacker halten sich die Neos. Mit 8 % käme Beate Meinl-Reisinger exakt auf ihr Ergebnis vom Wahltag.
 

16% würden Strache-Partei wählen

 
Wien. 15 % sind derzeit bereit, die FPÖ zu wählen, Strache könnte mit einer eigenen Partei auf einen Prozentpunkt mehr, als auf 16 % Kommen. 22 % sind dafür, dass Philippa Strache ihr Mandat annehmen soll und 70 % glauben, der Streit schadet der FPÖ.
 

Eigene Strache-Partei wählbar?

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16 % der Österreicher und 47 % der FP-Wähler sagen: HC-Partei prinzipiell wählbar.
 

Soll Philippa Mandat nehmen?

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22 % der Österreicher und 45 % der FPÖ-Wähler sind für Philippa im Parlament.

Schadet der Streit der FPÖ?

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Eine große Mehrheit hält den Streit ums Mandat für schädlich für die FPÖ.

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