12-Stunden-Tag: Hotline für beunruhigte Arbeitnehmer

Erstberatungen durch ÖGB

12-Stunden-Tag: Hotline für beunruhigte Arbeitnehmer

In seiner Mobilisierung gegen die Arbeitszeitpläne der Bundesregierung richtet der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) nun eine Telefon-Hotline für Arbeitnehmer ein. Ab dem morgigen Montag gibt es dort "Erstberatungen zu überlangen Arbeitszeiten, Überstunden, fehlenden Zuschlägen", wie der ÖGB am Sonntag in einer Aussendung mitteilte.

"Viele ArbeiterInnen und Angestellte sind verunsichert: Sie fürchten zu Recht, dass sie dank der Pläne der Regierung bald 12 Stunden am Tag bzw. 60 Stunden in der Woche arbeiten müssen", sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. "Immer mehr ArbeitnehmerInnen melden sich bei uns, weil sie Verschlechterungen bei der Arbeitszeit befürchten. Deshalb starten der ÖGB und die Gewerkschaften eine Telefon-Hotline. ArbeitsrechtsexpertInnen bieten unkompliziert Beratung, Unterstützung und Hilfe."

Neuer Entwurf gefordert

Katzian appellierte einmal mehr an die Regierung, dass sie ihren Gesetzesentwurf zurückziehen solle. "Er wird durch immer neue angekündigte Änderungen nicht besser, schon gar nicht durch irgendwelche Texte in den erläuternden Bemerkungen." Der Sozialdemokrat fordert einen gemeinsamen neuen Entwurf mit den Sozialpartnern und Experten.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky indes verteidigte das Vorhaben der ÖVP-FPÖ-Regierung am Sonntag neuerlich. "Das Modell der Bundesregierung sichert Arbeitsplätze, reagiert auf die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt und bietet zudem die Option größerer und familienfreundlicher Freizeitblöcke für die Arbeitnehmer. Jeder verantwortliche Politiker kann dem nur die Zustimmung geben", so der Freiheitliche.

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