200.000
 Euro für 
Atom-Schüssel

Aufsichtsrat bei RWE

200.000
 Euro für 
Atom-Schüssel

Nach dem Lobby-Gate kommt jetzt Ex-Kanzler Schüssel ins Gerede. Der kassiert rund 200.000 € im Jahr. Von einem Atomkonzern.

Heute geht es in der Atom-Sondersitzung im Parlament um die Folgen des GAUs in Japan. Doch plötzlich steht wieder ein alter Bekannter im Zentrum: Wolfgang Schüssel.

Prämien
Der Ex-Kanzler steht seit 2008 im Sold es deutschen Stromriesen RWE – eines der großen Atomkonzerne Europas. Und nicht nur das: RWE lässt sich das Aufsichtsratsmandat des Ex-Kanzlers einiges kosten: Zu 40.000 € Grundgehalt kommen noch Gewinnanteile, die Schüssels Atomgage in eine Höhe von rund 200.000 €/Jahr treiben.

Je besser das Atomgeschäft läuft, desto lauter klingelt Schüssels Kasse. Und von der Republik bekommt er noch eine Politikerpension und damit weitere 154.000 € brutto im Jahr.

Grüne wittern Skandal
Für die Grünen ein Skandal: Ein Ex-Kanzler, der unsere Anti-Atompolitik zu vertreten hatte, kassiert als Abgeordneter unverfroren von einem Atomkonzern. Sowohl Grün-Chefin Eva Glawischnig als auch Peter Pilz fordern Schüssels Rücktritt. Pilz nennt Schüssel gar einen "Miet-Politiker à la Ernst Strasser". Besonders arg sei, dass RWE angekündigt hatte, gegen die Abschaltung deutscher AKWs zu klagen.

Doch auch in der SPÖ gärt es: SPÖ-Manager Günther Kräuter forderte Schüssel auf, "dieses Engagement zu überdenken": "Der Job passt nicht zu einem Repräsentanten Österreichs, der eine Anti-Atomlinie vertreten sollte", wettert Kräuter.
 

Pilz fordert Schüssel-Rücktritt

ÖSTERREICH: Warum fordern Sie den Rücktritt von Wolfgang Schüssel?
Peter Pilz: Er ist genauso ein Miet-Politiker wie Ernst Strasser. Man sollte die ÖVP überhaupt einmal auffordern, Preislisten zu veröffentlichen. Dann wüsste jeder, wie viel ein ÖVP-Mandatar kostet. Bei Schüssel sind es offenbar an die 200.000 Euro im Jahr.

ÖSTERREICH: Also soll er sein Mandat zurücklegen?
Pilz: Unbedingt. Wolfgang Schüssel ist nicht nur Nutznießer der Atom-Industrie. Er ist als Aufsichtsrat auch direkt für fünf Atomkraftwerke mitverantwortlich. Und er trägt die Verantwortung dafür, dass RWE den Atomausstieg der deutschen Bundesregierung gerichtlich anfechten will.

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