34 Tage vor Schulbeginn fehlt jedes Konzept!

Eltern sauer auf Bildungsminister:

34 Tage vor Schulbeginn fehlt jedes Konzept!

Wo ist der Bildungsminister? 34 Tage vor dem Schulstart fehlt noch immer ein Konzept und ein Corona-Notfallplan für eine Million Schüler. Eines sei aber fix. Es gibt keine Maskenpflicht in den Klassen.

Immer mehr Eltern melden sich in der oe24-Redaktion - sie sind ziemlich sauer: Sie wissen nicht, wie sie ab September ihren Job mit der Kinderbetreuung vereinbaren können, sie wissen nichts von den Plänen der österreichischen Bildungspolitik, der Unterrichtsminister sagt nichts über Homeschooling-Varianten und Sicherheitsmaßnahmen. Offenbar fehlen noch immer ausgearbeitete Konzepte für den Fall, dass die Corona-Zahlen weieter ansteigen: So ist Bildungsminister Heinz Faßmann zwar gegen die von den Lehrergewerkschaftern geforderte Maskenpflicht in den Klassen, aber von ihm kam kein anderer Vorschlag, wie Corona-Infektionen unter den 1,1 Millionen Schülern zu vermeiden wären.

Keine Maskenpflicht, aber sonst kaum Infos

"Kann ich jetzt ab September weiter voll arbeiten? Muss ich mir wieder viele freie Tage mit meinem Arbeitgeber ausverhandeln, damit ich mein Kind auch zu Hause in diesem halbherzig entwickelten Homeschooling betreuen kann?", will etwa auch Maria M. wissen. Sie hält es für "unverantwortlich und unprofessionell", dass der Unterrichtsminister 34 Tage vor Schulbeginn noch immer nicht verraten hat, wie der Schulbetrieb 2020/2021 konkret ablaufen soll.

Noch schwieriger wird die Situation mit der von Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) projektierter Corona-Ampel: Auch da wird noch genau ausgearbeitet und per Verordnungen festgelegt werden müssen, was das Aufleuchten der vier Lichter für den aktuellen Schulbetrieb bedeutet. Heißt ein Orange oder Rot, dass die Kinder zu Hause bleiben müssen? Und die Mütter oder Väter dann auch wieder ihre Arbeitsplätze verlassen müssen, um die Kids zu Hause zu betreuen? Wird es dafür Sonderurlaubstage geben?  Was ist, wenn ein Kind hustet - müssen dann alle Mitschüler getestet werden? Und wie ist die Vorgangsweise beim Auftreten einer Corona-Infektion in einer Schule?

Nach ersten Infos soll sogar trotz Rot auf der Corona-Ampel der Schulbetrieb fortgesetzt werden. Schulschließungen soll es nur in Notfällen und örtlich begrenzt geben. Außerdem will man im Bildungsministerium auf Gurgeltests setzen, die deutlich angenehmer als die bisher üblichen Stäbchen-Tests sein sollen.

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