Arbeitsmarkt-Übergangsfristen bis 2011 werden ausgenützt

Sozialminister

Arbeitsmarkt-Übergangsfristen bis 2011 werden ausgenützt

Die Übergangsfristen bei der Zulassung von Arbeitnehmern aus den neuen EU-Staaten werden bis 2011 ausgenützt.

Dies sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Donnerstag im Sozialausschuss des Nationalrats. Die Vorgangsweise sei mit der deutschen Regierung koordiniert, gemeinsam werde man in Brüssel diesen Standpunkt vertreten. Durch die Grenzgängerabkommen sei ein sanfter Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt gewährleistet, so Hundstorfer laut einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz.

Diese Woche 24.000 in Kurzarbeit
Die Arbeitslosigkeit habe im Februar "nicht an Rasanz verloren", so der Ressortleiter. Gründe hierfür seien, dass in Österreichs Industrielandschaft manche Firmen Auftragseinbrüche von 80 Prozent hätten, daher brauche man mehr Flexibilität und Kurzarbeit. In dieser Woche befinden sich in Österreich 24.000 Menschen in Kurzarbeit, die Zahl werde nächste Woche höher sein. Bald werde man die 30.000-er Grenze überschreiten, sämtliche Bundesländer seien davon betroffen, sagte Hundstorfer.

Eine weitere Antwort werde das 2. Beschäftigungspaket darstellen, das auf Sozialpartnerebene vorbereitet wird. Hierbei gehe es um Qualifikation sowie bessere Aus- und Weiterbildung. Ziel sei es, das Nachholen von Qualifikationen zu ermöglichen und bestehende Qualifikationen weiterzuentwickeln, denn Tausende Menschen hätten zwar eine Lehrlingsausbildung absolviert, aber nicht mehr die Lehrabschlussprüfung gemacht. Außerdem werde eine Arbeitsstiftung eingerichtet. Man bemühe sich, Antworten auf die Probleme zu finden, denn er, Hundstorfer, wolle "nicht die Arbeitslosigkeit verwalten, sondern jenen, die arbeitslos sind, Chancen geben".

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