Aufregung um Anteile von Kanzler Kern an israelischer Firma

Wahlkampf

Aufregung um Anteile von Kanzler Kern an israelischer Firma

In die Aufregung um die Wahlkampf-Aktivitäten von Tal Silberstein für Kanzler Kern platzt jetzt die nächste Enthüllung der Tageszeitung ÖSTERREICH:
 
Danach hält Bundeskanzler Christian Kern an der Energietransformations-Firma "Foresight" seiner Frau in Israel direkte Anteile und scheint auch im Firmenbuch in Tel Aviv als Teilhaber auf.
Laut ÖSTERREICH ist die Firma "Foresight" in Israel heftig in Diskussion geraten, weil an ihr auch die Firma "Triple M" des israelisch-georgischen Multimillionärs Avraham Nanikashvili als Finanzier beteiligt ist.
 
Nanikashvili steht derzeit in Israel vor Gericht, weil er den israelischen Energieminister Binyamin Ben-Eliezer mit 400.000 Dollar bestochen haben soll. Die Anklage liegt vor, ein Urteil wird in Kürze erwartet.
 
Dass Österreichs Bundeskanzler eine gemeinsame Firma mit einem wegen Korruption vor Gericht stehenden, höchst umstrittenen Geschäftsmann unterhält, sorgt in Israel für Unverständnis und dürfte auch in Österreich neuen Zündstoff für den Wahlkampf liefern.
 
Kanzler Christian Kern bestätigt gegenüber ÖSTERREICH die Beteiligung an der Firma seiner Frau, die Anteile seien aber mit weniger als 1 Prozent eher symbolischer Natur. Nanikashvili sei an "Foresight" nicht beteiligt, heißt es aus dem Büro von Kern zu ÖSTERREICH. Soweit man wisse, sei Nanikashvili auch bei "Triple M" nicht mehr dabei. Laut israelischen Journalisten hat der Millionär seine Anteile an "Triple M" aber nicht verkauft.
 
Israelische Radiojournalisten des Senders  "Galai Tzahal" behaupten anderes: Nach ihren Recherchen ist Kanzler Kern mit knapp 2 % an "Foresight" beteiligt, die Firma "Blue Minds" seiner Frau besitzt über 70 % der Anteile, schließlich ist die Firma "Triple M" von Avraham Nanikashvili laut israelischen Journalisten und Firmenbuch nach wie vor mit 11 % an "Foresight" beteiligt. Da Nanikashvili entgegen den Auflagen der Regierung seine Beteiligung an "Triple M" nicht zurückgezogen hat, wurde "Triple M" diese Woche die Lizenz für den Kraftwerksbau entzogen - und die von Triple M finanzierte Firma der Familie Kern kam in die öffentliche Diskussion.
 
Welchen Sinn die direkte Beteiligung des Kanzlers mit weniger als 2 % an der mehrheitlich von seiner Frau geführten Firma hat - etwa ob damit in Israel politisches Lobbying erleichtert werden soll - wollte der Kanzler gegenüber ÖSTERREICH nicht erklären.
 
   Auch die Frage, ob Milliardär Nanikashvili Verbindungen zur Gruppe Steinmetz-Silberstein hat, ist noch ungeklärt.
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