„Brüll-Verbot“ beim Bundesheer

Reform

„Brüll-Verbot“ beim Bundesheer

Die Expertengruppe im Verteidigungsministerium will den Wehrdienst interessanter machen.

Die Expertengruppe im Heer arbeitet mit Hochdruck an der Reform der Wehrpflicht. Will doch die Koalition bis Sommer Ergebnisse präsentieren. ÖSTERREICH erfuhr aus Militär-Kreisen Details:

●  Stellung: Schon die Stellung soll so gestaltet werden, dass die Jugendlichen Lust aufs Heer bekommen und nicht zuhauf zum Zivildienst flüchten. Das Personal will man speziell 
psychologisch schulen.
●  Kein Schreien mehr. Die Grundausbildung soll zum „positiven Erlebnis“ werden. Das fängt damit an, dass Rekruten nicht von Beginn an stundenlang exerzieren müssen und angeschrien werden. Sie sollen sich langsam an das Leben im Heer gewöhnen.
●  Mehr Übungen. Aus Spargründen abgeschaffte Übungen sollen ein Comeback haben: Eine Woche „Leben im Felde“ soll ebenso begeistern, wie Nacht- und Schießübungen.
●  Offensive in Schulen. Längerfristig werden auch in den Schulen Informationsoffensiven für den Wehrdienst gestartet werden.
●  Mehr Geld. Beim Heer hofft man jetzt auf „die paar Millionen mehr“, die Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) versprochen hatte. Der genaue finanzielle Bedarf soll bis zum Sommer feststehen.

Dem 12-Punkte-Programm der ÖVP erteilen die Experten übrigens eine Absage. Die geforderten „Talente-Checks“ bei der Stellung gebe es längst: „Das machen wir alles schon.“ Englischkurse hätte es auch schon gegeben, seien aber schlecht angenommen worden, heißt es beim Heer.

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