Buchinger wirbt mit

SPÖ strikes back

Buchinger wirbt mit "Headbutt"-Zidane

Die SPÖ Lässt den Umfrage-Absturz des Kanzlers nicht auf sich beruhen - sie will nach ÖVP-Angriffen die Gangart der Koalition verschärfen.

Die Debatte über die Gewalt junger Männer ruft jetzt auch Erwin Buchinger auf den Plan – der SPÖ-Sozialminister ist in der Regierung ja auch für die Männer zuständig. Im Interview mit ÖSTERREICH verrät Buchinger exklusiv, was er für das angeblich so starke Geschlecht machen will.

  • Kampagne mit "Zizou“:
    Buchinger plant eine Plakat-Kampagne gegen Gewalt bei Jugendlichen. Wichtigster Promi soll dabei Fußball-Gott Zinédine Zidane sein, der im Rahmen der EURO 2008 nach Wien kommen soll. Die Verhandlungen laufen laut Buchinger noch. Der Minister im O-Ton: „Ich will potenziellen Tätern vermitteln, dass Gewalt einfach uncool ist: Das hat nichts mit Männlichkeit zu tun, sondern ist im Gegenteil Ausdruck von Hilflosigkeit.“ Dass die Wahl ausgerechnet auf "Zizou“ fiel, der ja seine Karriere mit dem Kopfstoß gegen den Italiener Marco Materazzi bei der WM 2006 unrühmlich beendet hatte, erklärt Buchinger so: Gerade Zidane sei für eine solche Kampagne geeignet – schließlich habe der Fußballer seinen Kopfstoß bereut und sich bei seinem Kontrahenten entschul­digt. Buchinger erinnert sich an die Rangeleien seiner Jugendzeit: „Bei mir ­waren es noch spielerische Raufereien, in die ich verwickelt war. Bei uns war es etwa tabu, mit der Faust ins Gesicht zu schlagen.“
    In der Kampagne soll es aber auch um aktive Partnerschaft und die neue Väterrolle gehen.
  • Papa-Monat kommt
    Buchinger wird zusammen mit Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) noch bis März den Entwurf für einen Papa-Monat nach skandinavischem Vorbild vorlegen. Das soll zwar nicht verpflichtend kommen, nach Buchingers Vorstellungen sollen sich aber rund 40 Prozent der Jung-Väter angesprochen fühlen, die sich schon in den ersten Lebenswochen des Kindes um den Nachwuchs kümmern wollen.

400 bis 800 Euro für Väter
Der SPÖ-Sozialminister plant eine "Auszeit für vier bis acht Wochen“. Dass Vater und Mütter gemeinsam bei den Babys bleiben, soll möglich sein.

Die Förderung für die Jung-Väter soll sich demnach an der Höhe des Kindergeldes orientieren, also zwischen 400 und 800 Euro liegen. Finanzieren will Buchinger den Papa-Monat durch Umschichtungen – oder zusätzliche Mittel. Jedenfalls müsse es einen Kündigungsschutz für die Väter geben, so Buchinger.

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