Casinos-Affäre

Tschechen wollen Peter Sidlo abberufen

Casinos-Aktionär fordert für 10. Dezember außerordentliche Hauptversammlung 
Der größte Casinos-Aktionär, die tschechische Sazka-Gruppe des Milliardär Karl Komarek, will den in der Personalaffäre beurlaubten Finanzvorstand Peter Sidlo abberufen. Die Sazka Group bestätige, dass sie die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der Casinos Austria AG gefordert hat, teilte sie am Dienstagabend mit. 
 
Video zum Thema: FPÖ-Finanzvorstand Sidlo vor Ablöse
 

"Entzug des Vertrauens"

Einziger Tagesordnungsordnungspunkt dieser Hauptversammlung, die am 10. Dezember 2019 stattfinden soll, ist der Entzug des Vertrauens betreffend des Mag. Peter Sidlo", erklärte Sazka. "Entsprechend den betreffenden Bestimmungen des Aktiengesetzes ist der Entzug des Vertrauens gerechtfertigt. Die Sazka Group sieht diesen Schritt als einzige und richtige Lösung der aktuellen Situation, um den Ruf des Unternehmens und das geschäftliche Fortkommen wieder positiv gestalten zu können. Die Sazka Group hofft, dass die Miteigentümer der CASAG diesen wichtigen Schritt mittragen."
 
Der ehemalige Wiener FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo war im Frühjahr mit den Stimmen der weiteren Casinos-Aktionäre Novomatic und Republik Österreich in den Vorstand gewählt worden, die Sazka-Aufsichtsräte enthielten sich der Stimme. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen elf Beschuldigte, ob für Sidlos Bestellung Novomatic Glücksspiellizenzen in Aussicht gestellt wurden. Unter den Beschuldigten sind unter anderem Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Ex-Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP). Die Betroffenen bestreiten die Korruptionsvorwürfe.

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