Chaos bei Zeitumstellung? Hofer soll für Ordnung sorgen

28 EU-Staaten hätten freie Zeit-Wahl

Chaos bei Zeitumstellung? Hofer soll für Ordnung sorgen

Die Europäer sind sich einig: Die Zeitumstellung soll in 
Zukunft gestrichen werden.

4,6 Millionen Menschen hatten auf der Website der EU-Kommission darüber abgestimmt – mit einem klaren Ergebnis: Mehr als 80 Prozent wollen das Ende der Zeitumstellung und dauerhafte Sommerzeit. „Heute und morgen wird die Kommission informiert“, erklärte Sprecher Margaritis Schinas gestern in Brüssel. Danach werde das EU-Parlament informiert, mögliche Empfehlungen sollen – wenn überhaupt – aber erst später folgen.

Entscheidung

Im Mittelpunkt wird Norbert Hofer (FPÖ) stehen: Österreichs Verkehrsminister ist im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes für dieses Thema verantwortlich. „Ich bin für die Abschaffung der Zeitumstellung, wie auch Wirtschaftsministerin Schramböck, die ich hierbei voll unterstütze“, erklärte er während der Abstimmung gegenüber ÖSTERREICH.

„Die Zeitumstellung ist ein historisches Relikt ohne praktischen Nutzen für die Wirtschaft und die Bevölkerung“, erklärte Schramböck.

Österreich

Aus Deutschland sollen 3 der 4,6 Millionen Stimmen kommen. „Ich kommentiere keine Zahlen, die herumgeistern“, wollte Schinas der späteren Veröffentlichung nicht vorgreifen. Schon Anfang August machte Research Affairs für ÖSTERREICH den Test: 70 % waren für die Abschaffung (1.001 Interviews, Schwankungsbreite bis zu +/–3,1 %).

Europa droht jetzt aber ein gewaltiges Zeit-­Chaos. Die Zeitumstellung ist EU-Recht, eine Abschaffung würde für alle Mitglieder gelten. Aber: Die Staaten dürften jeweils entscheiden, ob für sie künftig nur mehr Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Ein Chaos, das kaum im Sinne der 513 Millionen Europäer sein dürfte.

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