Video zum Thema Staatsaffäre um heimliches Strache-Video
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Erwischt auf Ibiza

Das Video, das Strache zu Fall brachte

Wien. Die bisher veröffentlichten 6 Minuten Videomaterial lassen die Republik beben. In legerer Freizeitbekleidung plaudert Ex-FP-Vizekanzler Heinz-Christian Strache freizügig über Millionenspenden und die Umgehung von Gesetzen. Die Location: eine Luxusvilla auf einem Hügel unweit Ibiza-Stadt (knapp 1.000 Euro pro Nacht auf Airbnb). Serviert werden Champagner, Thunfisch-Tatar und Sushi.

Die wichtigsten Fragen zur brisanten Aufnahme:

Wer befand sich an diesem Abend in der Ibiza-Villa?

Lockvogel. Hauptakteur ist Heinz-Christian Strache selbst. Ihm gegenüber sitzt FP-Klubchef Johann Gudenus. Zwischen den beiden Männern sitzt Gudenus’ Frau Tajana. Links von Strache ist die angebliche Russin Aljona Makarowa – der Lockvogel. Sie will angeblich mit ihrer Tochter und ihren Millionen nach Österreich ziehen. Im Hintergrund: ein Kontaktmann, deutschsprachig.

Wie konnten die Politiker auf diesen Fake reinfallen?

Vertrauen. Eingefädelt hat das Treffen Johann Gudenus. Monate zuvor nahm Makarowa Kontakt zu ihm auf. Man traf sich laut Süddeutscher einige Male in Wiener Hotels. Sein Interesse: Die Russin wollte Land in Österreich kaufen. Gudenus’ Familie besitzt viele Hektar in Niederösterreich. Sie war bereit, den fünffachen Preis zu bezahlen, heißt es. Gudenus gewann scheinbar Vertrauen, irgendwann wurde die Einladung ausgesprochen.

Was sind die brisantesten Aussagen des Abends?

Spenden. Strache beschreibt, wie man mit Spenden von ­Reichen umgehen könnte: „Die zahlen zwischen 500.000 und eineinhalb bis zwei Millionen … Die zahlen aber nicht an die Partei, sondern an einen gemeinnützigen Verein …“ Vermutlicher Hintergedanke: Der Rechnungshof bekommt nichts mit.

Aufträge. Der damalige Parteichef spricht über mögliche staatliche Aufträge als Gegenleistung: „Das Erste in einer Regierungsbeteiligung, was ich heute zusagen kann, ist: Der Haselsteiner (Chef der Strabag) kriegt keine Aufträge mehr. (…) Dann soll sie nämlich eine Firma wie die Strabag gründen, weil alle staatlichen Aufträge, die jetzt die Strabag kriegt, kriegt sie dann.“

Wie kamen die Journalisten überhaupt an das Video?

Hotel. „Wir mussten drei Stunden fahren, dort an einer Tankstelle warten. Irgendwann standen wir in einem verlassenen Hotel und dort wurde es übergeben“, erzählt Bastian Obermayer von der Süddeutschen Zeitung.

Beinhalten die Bänder noch weitere Polit-Bomben?

Aufreger. Es ist noch viel Sprengstoff in den 6-Stunden-Aufnahmen. „Sexorgien von Kurz“ sind etwa Thema (rechts). Aber auch: „Er erzählt von ­Politikern, die Drogen nehmen, von Politikern, die homo­sexuell sind und so weiter“, so Journalist Obermayer.

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