Das bekommen Sie für Ihr Kind

Familienbonus

Das bekommen Sie für Ihr Kind

„Niemand steigt schlechter aus“, hat Kanzler Kurz (ÖVP) versprochen, als er am Mittwoch den neuen Familienbonus präsentierte. Die Steuererleichterung von 1.500 Euro pro Kind und Jahr soll ab 1. Jänner 2019 gelten – nicht rückwirkend für 2018.

ÖSTERREICH hat nachgerechnet, wer wie viel von der Mega-Reform – 1,5 Milliarden Euro wird das Regierungsvorhaben kosten – hat (siehe oben). Anhand der ÖSTERREICH-Tabelle können Sie herausfinden, in welcher Höhe Sie künftig von der Steuerlast befreit sind.

Hohe Einkommen mit vielen Kindern profitieren mehr

Beim Nachrechnen zeigt sich: Wer vier Kinder hat, zahlt erst ab einem Einkommen von 3.500 Euro brutto im Monat wieder Steuern – und zwar genauso viel wie jemand, der nur 2.300 Euro im Monat verdient, aber auch ein Kind hat. Sprich, für besser verdienende Haushalte mit vielen Kindern wird mehr Geld ausgegeben, als für Kleinverdiener mit derselben Anzahl an Kindern.

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Tabelle zeigt, wie Sie vom Familienbonus profitieren

Die Tabelle zeigt, wie viel Steuern Sie sich bei der Höhe Ihres Gehalts ersparen:

Beispiel 1. Sie verdienen 2.500 Euro brutto pro Monat und haben ein Kind – Ihre künftige Steuer-Ersparnis pro Jahr: 1.500 Euro. Zu zahlen sind nur noch 2.300 Euro.

Beispiel 2. Sie verdienen 3.000 brutto im Monat und haben drei Kinder. Zu zahlen sind nur noch 1.000 Euro an Steuern, weil sie sich 4.500 Euro ersparen.

Beispiel 3. Sie verdienen 2.100 und haben zwei Kinder. Sie zahlen keine Steuern mehr. Bisher haben Sie rund 2.400 Euro pro Jahr gezahlt.

Beispiel 4. Sie verdienen 1.200 Euro brutto pro Jahr. Der Familienbonus bringt Ihnen nichts, egal wie viele Kinder Sie haben. Sie können aber unter Umständen entweder einen Alleinverdiener- (wenn einer der Ehepartner weniger als 6.000 Euro pro Jahr verdient) oder einen Alleinerzieherabsetzbetrag geltend machen. Die Höhe will die Regierung noch bekannt geben.

Die Beispiele zeigen: Je höher das Gehalt und je mehr Kinder, desto höher die Ersparnis. Hier setzt auch die Kritik an der Maßnahme an. „Eltern mit niedrigem Einkommen gehen leer aus“, heißt es etwa aus SPÖ.

Spannend: Aus dem Finanzministerium war noch keine konkrete Aufstellung zu bekommen, lediglich einzelne Beispiele.

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