Dieser junge Grüne tritt gegen Vassilakou an

Spitzenkandidatur

Dieser junge Grüne tritt gegen Vassilakou an

Der Gemeinderat Peter Kraus hat als Erster seine Bewerbung für die Spitzenkandidatur der Grünen bei der nächsten Wiener Gemeinderatswahl angekündigt, die spätestens 2020 stattfinden wird. "Ich kandidiere, weil Wien meine große Liebe ist", stellte Kraus am Sonntag in seinem Internet-Blog fest.

"Wir waren lange genug in Schockstarre. Der Vormarsch der Rechtskonservativen ist kein Naturgesetz. Die sind schlagbar. Aber wir können nicht mehr warten. Denn es gibt niemanden, der es für uns richten wird. Wir sind die, auf die wir gewartet haben", begründet Kraus seine Kandidatur. Der 31-jährige Volkswirt ist seit 2015 Gemeinderat und auch Sprecher der Grünen Andersrum Wien.

Ab dem morgigen Montag können sich bei den Wiener Grünen Interessenten im Rahmen des neuen Auswahlverfahrens für die Spitzenkandidatur bei nächsten Gemeinderatswahl bewerben. Eine Parteimitgliedschaft oder ein Mandat sind dafür nicht nötig. Die Frist für die Abgabe endet am 4. September. Anschließend müssen die Kandidaten Unterstützungserklärungen sammeln und sich in weiterer Folge öffentlichen Hearings stellen. Gewählt wird dann nicht wie bisher auf einer Landesversammlung, sondern brieflich im November. Dabei können nicht nur Mitglieder der Öko-Partei, sondern auch registrierte Wähler mitstimmen. Diese können sich ab sofort auf "spitzenwahl.wien" online registrieren.

Die Spitzenkandidatin bzw. der Spitzenkandidat nimmt bei den Grünen eine besondere Rolle ein - da es keinen Parteichef gibt. Zuletzt hatte wiederholt Stadträtin Maria Vassilakou die Liste angeführt. Ob sie sich erneut um den ersten Listenplatz bewirbt, ist noch offen. Sie hat sich dazu bisher noch nicht geäußert. Neben Kraus gelten auch Klubchef David Ellensohn oder Landessprecher Joachim Kovacs als mögliche Bewerber.

Kovacs bewirbt sich nicht für Spitzenkandidatur

Letzterer erteilte den Grünen am Sonntagnachmittag allerding eine Absage. Kovacs verabschiedet sich aus der Politik und aus dem Rennen um die Spitzenkandidatur für die nächste Wien-Wahl. Über das soziale Netzwerk Facebook kündigte Kovacs am Sonntag an, sich nicht für den ersten Listenplatz zu bewerben.

Nach einer privaten Auszeit wegen der Geburt seiner Tochter nehme er seine "grüne Arbeit nur für meinen geordneten Abschied wieder auf", ließ er wissen.

"Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht, ehe sie ihn gebrochen haben", so Kovacs in seinem Beitrag, in dem er den Ausschluss der grünen Jugendorganisation sowie die Reaktion der Partei auf die Niederlage bei der Nationalratswahl im Oktober des Vorjahres kritisierte. "Der Glaube an einen ehrlichen Neuanfang ist bei mir nicht angekommen. Und weiterwurschtln wie bisher ist für mich keine Option. Ich habe daher für mich entschieden, dass hier meine grüne Reise endet", so Kovacs.


 

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