Rettung Rotes Kreuz

Jahr der Freiwilligen

Drei Mio. Österreicher ehrenamtlich tätig

Sozialminister Hundsdorfer kündigt für 2011ein Freiwilligengesetz an.

Sie leisten jede Woche 14,7 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit und sind damit in Österreich unverzichtbar: Jene rund drei Millionen Menschen, die sich in der Alpenrepublik ehrenamtlich engagieren. In Salzburg ist das offizielle Österreich am Mittwoch mit einer Auftaktveranstaltung ins "Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit" gestartet. Sozialminister Rudolf Hundsdorfer (SPÖ) versprach dabei, noch heuer mit einem eigenen Freiwilligengesetz Rahmenbedingungen vorzugeben und offene Fragen zu klären.

Vorbild für Europa
Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) betonte, dass Österreich beim Ehrenamt durchaus eine Vorbildposition für Europa einnehme: Denn während sich EU-weit nicht einmal jeder Vierte (23 Prozent) freiwillig engagiere, seien es in Österreich 43,8 Prozent der Über-15-Jährigen. Dem Sozialminister gab sie gleich den Wunsch nach "einer glücklichen Hand bei der Neugestaltung des wahrscheinlich kommenden Freiwilligen Sozialen Jahres" mit auf den Weg.

Graubereiche: Gesetz soll Klarheit bringen
Mit dem Freiwilligengesetz möchte Hundsdorfer Klarheit für viele derzeitige Graubereiche beim ehrenamtlichen Engagement schaffen, etwa was Dienstfreistellungen beim Katastrophenschutz oder auch den Verdienstentgang betrifft. Außerdem kündigte er an, dass künftig auch die sozialen Netzwerke intensiv zur Nachwuchs-Rekrutierung genutzt werden sollen.

Fischer betont Bedeutung freiwilliger Zusammenarbeit
Bundespräsident Heinz Fischer wies darauf hin, dass die Geschichte der Menschheit die längste Zeit von "freiwilliger Zusammenarbeit im Kampf ums Überleben" geprägt gewesen sei und moderne Strukturen und Organisationen erst vergleichsweise spät entstanden seien. Und auch heute noch würde die "Gesellschaft ohne diesen Blutkreislauf nicht oder nicht in akzeptabler Weise funktionieren".

Mit ehrenamtlicher Tätigkeit könnten sich Menschen aber auch selbst verwirklichen und wichtige Qualifikationen sammeln: "Man ist nicht nur Schenkender, sondern auch Beschenkter", so der Bundespräsident. Und Burgstaller verwies sogar auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach freiwillig Tätige "die glücklicheren Menschen" seien.

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