ÖVP setzt im Wahlkampf-Finale ganz auf Karas

EU-Wahl

ÖVP setzt im Wahlkampf-Finale ganz auf Karas

Volkspartei präsentierte dritte Plakatwelle - ohne Parteilogo.

Die ÖVP hat am Donnerstag ihre dritte Plakatwelle für die EU-Wahl präsentiert. Mit dem Slogan "Wenn's um Europa geht: Karas" setzt die Partei in der finalen Phase ganz auf ihren Spitzenkandidaten Othmar Karas. Das Plakat zeigt wie die vorhergehenden Karas' Konterfei, das ÖVP-Logo fehlt. Auch die zweite Schiene mit Parteilogo fährt die ÖVP weiter.

Das Sujet mit ÖVP-Logo und dem Slogan "Gestalten statt moderieren" wird allerdings hauptsächlich in Schaukästen zu sehen sein und nicht großformatig affichiert. "Europa ist zutiefst in der DNA der ÖVP verwurzelt", sagte Generalsekretär Gernot Blümel bei der Plakatpräsentation, der 25. Mai werde eine "Richtungsentscheidung". Karas besitze "Erfahrung, Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft", betonte sein Kampagnenleiter Andreas Würfl. Blümel holte zum Rundumschlag gegen die politischen Mitbewerber aus, so würde etwa die SPÖ mit Spitzenkandidat Eugen Freund "einen Moderator nach Brüssel schicken", der "kein Fettnäpfchen auslässt".

SPÖ kritisiert Kampagne 
Die SPÖ reagierte prompt: "OK" stehe offenbar für "Ohne Konzept", meinte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos über die Karas-Kampagne.

Karas und die EVP hätten "die letzten anderthalb Jahrzehnte in allen wichtigen Fragen versagt: Europa ist mit Rekordarbeitslosigkeit, fehlendem Wachstum, exorbitantem Steuerbetrug und sich verschärfenden sozialen Konflikten konfrontiert".

Außerdem sei Karas bisher "klare Worte zu seinen ungarischen Parteifreunden von Orbans Fidesz-Partei schuldig geblieben", so Darabos. Die EVP müsse "die Fidesz endlich aus ihrer Fraktion ausschließen", forderte er.


 

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