EU-Zustimmung in Österreich steigt

Umfrage

EU-Zustimmung in Österreich steigt

Vertrauen ist in beschränktem Maß vorhanden, aber Liebe sieht anders aus. Es ist nach wie vor Skepsis vorhanden.

Wer die EU in Österreich vertritt, wird bescheiden: "Österreich hat die rote Laterne abgegeben", freut sich folglich der Leiter der EU-Kommissionsvertretung Richard Kühnel über die Werte der aktuellen Eurobarometer-Umfrage. Tatsächlich treiben politische wie ökonomische Krisen Herrn und Frau Österreicher offenbar doch langsam in die Arme Brüssels: Immerhin bereits 39 Prozent bewerten die EU-Mitgliedschaft in der am Mittwoch präsentierten Umfrage als "eine gute Sache". Mit diesem Anstieg um drei Prozentpunkte nimmt Österreich in der Bewertung der europäischen Integration immerhin nur mehr den viertletzten Platz ein - allerdings nach wie vor Welten hinter dem Durchschnitt aller 27 EU-Staaten.

Zustimmung steigt
Die 1.003 Österreicher, die vom Gallup-Institut im Oktober und November 2008 befragt wurden, standen unter dem Eindruck der internationalen Finanzkrise und des kurz zuvor durch massive EU-Diplomatie entschärften Konfliktes zwischen Georgien und Russland. Die Frage, ob die EU-Mitgliedschaft für Österreich von Vorteil sei, bejahten sie demgemäß ebenso in signifikant gestiegenem Ausmaß von 47 Prozent (plus 11), wie jene, ob die EU Schutz vor negativen Auswirkungen der Globalisierung biete (45 Prozent/plus 15).

Respektabstand
Doch wahre Liebe sieht anders aus: Vertrauen bringen die Österreicher der EU nach wie vor nur in eingeschränktem Ausmaß entgegen: Gerade 42 Prozent können sich dazu durchringen, wie auch in praktisch allen anderen Fragen der Bewertung der Gemeinschaft ein konstanter Respektabstand zu den Umfragewerten in den anderen EU-Staaten besteht. "Es ist offenbar gelungen, die Menschen rational zu überzeugen", folgert Kühnel, der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, "aber wir haben sicher noch nicht ihre Herzen erreicht."

Österreicher sind mehrheitlich nach wie vor hartnäckig der Meinung, Österreich habe vom Fall des Eisernen Vorhanges nicht profitiert - und sträuben sich folgerichtig in hohem Ausmaß (67 Prozent/plus 4) gegen jede zusätzliche EU-Erweiterung.

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