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Aufarbeitung

FPÖ-Streit: Strache weist Mölzer zurecht

FP-Chef Heinz-Christian Strache hat die Aussagen von Andreas Mölzer zur parteiinternen Historikerkommission zurückgewiesen. "Diese Aussagen von Herrn Mölzer sind für mich in keiner Weise nachvollziehbar", sagte der Vizekanzler bei einer Pressekonferenz am Freitag. Ihm selbst sei die Aufarbeitung der Parteigeschichte ein wirkliches Anliegen.
 
Mölzer - er leitet eine parteiinterne "Referenzgruppe" für die Historikerkommission - hatte die Kommission zuvor als "taktisches Manöver" bezeichnet, um nach einer Affäre im niederösterreichischen Wahlkampf wieder aus den Schlagzeilen zu kommen.
 
Strache wies das zurück. Die Historikerkommission unter Leitung des früheren Juristen und FP-Politikers Wilhelm Brauneder solle die Geschichte der Partei "schonungslos" aufarbeiten. Wer seine diesbezüglichen Aussagen beim diesjährigen "Akademikerball" gehört habe, könne "klar nachvollziehen, dass mir das ein wirkliches Anliegen ist", sagte Strache. Der Parteichef hatte sich beim Ball der FPÖ Ende Jänner gegen Antisemitismus und Totalitarismus auch in den eigenen Reihen ausgesprochen: "Das ist unser Verständnis. Und wer dieses Verständnis nicht trägt, der ist bei uns nicht willkommen", so Strache damals.
 

Mölzer rudert zurück

Mölzer hat seine Aussagen am Freitag relativiert, aber nicht dementiert. Natürlich seien die Attacken gegen die FPÖ im Niederösterreich-Wahlkampf der "ursprüngliche Anlass" für die Kommission gewesen, so Mölzer via OTS. Somit sei die Aufarbeitung der Parteigeschichte eine "taktische Maßnahme" gewesen, die aber in der Partei "schnell mit Begeisterung aufgegriffen wurde".
 
"Wenn nun hier aus einem sehr entgegenkommenden Gespräch Zitate aus dem Kontext gerissen werden, widerspricht das nicht nur der Intention der Kommission, sondern allen bisherigen Erklärungen und Bemühungen der handelnden Personen", sagt Mölzer.
 
Unmittelbare Konsequenzen für Mölzer werden seine Aussagen laut Strache nicht haben. Auf die Frage der APA, ob Mölzer als Leiter der "Referenzgruppe" für die Historikerkommission abgelöst werde, meinte Strache am Freitag, er wolle zuerst mit Mölzer persönlich reden. Mölzer habe seine eigene Meinung, aber in der Referenzgruppe gebe es ja auch andere Persönlichkeiten.
 
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