Faymann für
Faymann für

Opernball 2009

Faymann für "Zuversicht und Optimismus"

Während sich Spitzenpolitiker wie Faymann und Pröll für mehr Optimismus aussprachen, blieben Wirtschaftspromis dem gestrigen Opernball fern.

Werner Faymann (S) sprach sich bei seinem Ball-Debüt als Kanzler für positives Denken aus: "Es ist unangenehmer, Optimismus zu zeigen, wenn die Wirtschaft schlecht ist. Aber es ist notwendig", betonte er. "Man braucht den Realitätssinn auf der einen Seite, Probleme nicht zu leugnen, und man braucht Zuversicht und den Optimismus."

Kein Verstecken
Auch für seinen Vize und Finanzminister Josef Pröll (V) war die Wirtschaftsentwicklung "natürlich ein Thema" am Opernball, einem "Flaggschiff" für die Alpenrepublik. "Deswegen ist er auch ein guter Treffpunkt neben der Unterhaltung und dem Tanzen", betonte er. "Wer glaubt, eine Krise durch Verstecken lösen zu können, der täuscht sich - gerade in so einer Krise ist Auf-, Hin- und Antreten gefragt." Der Opernball könne auch helfen, "Kraft für Optimismus zu tanken" und mache "stolz auf Österreich".

Wirtschaftspromis fehlten
Andere Unternehmer und Stammgäste der Wirtschaftsprominenz blieben diesmal allerdings fern: Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad oder Magna-Gründer Frank Stronach ließen sich ebenso wenig blicken wie Telekom-Chef Boris Nemsic oder ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Casinos-Chef Karl Stoss und Lotterien-Vorstand Friedrich Stickler zeigten Verständnis für Firmen mit großen Schwierigkeiten und keiner Lust auf Feiern. Alles in der Krise zu sehen oder den Ball infrage zu stellen, hielt Stickler aber für "schrecklich". Stoss dazu: "Man räumt ja auch nicht die Auslagen leer, wenn das Geschäft schlecht geht."

Brennendes Thema Finanzkrise
Den Arbeitstag in die Nacht verlängert hat auch Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny. Als Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte er den Donnerstag in Frankfurt verbracht und wurde auch in der anschließenden Ballnacht in Wien bis zu seinem Aufbruch um 2.00 Uhr in praktisch allen Gesprächen mit den brennenden Themen rund um die Finanzkrise konfrontiert.

Polit-Prominenz feierte
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) mahnte: "Den Kopf nicht hängen lassen!" EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner outete sich als Sparefroh. Sie sei auf Einladung von Außenminister Michael Spindelegger (V) hier, werde auch nicht viel essen und habe nur 25 Euro eingesteckt. Bildungsministerin Claudia Schmied (S) wich Fragen nach der wirtschaftlichen Situation eher aus: "Für mich ist es grundsätzlich ein Dienstbesuch, als Verantwortliche für die Staatsoper." Verkehrsministerin Doris Bures (S) in pinkfarbener Robe sowie Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) gaben sich bei der glanzvollen Tanzveranstaltung ebenfalls ein Stelldichein.

Sheridan auf Höllenritt
Ihre ganz persönliche Krise erlebte Richard Lugners Opernballgast Nicollette Sheridan. Mag die Schauspielerin in der US-Serie "Desperate Housewives" alle möglichen moralischen Fehltritte begangen haben, am Donnerstag hat sie ihre Sünden abgebüßt. Der Tumult der Fotografen bei ihrer Ankunft am Red Carpet hatte beinahe lebensbedrohliche Züge. Dementsprechend eisern blieb die Miene der blonden Mimin. Sobald es ihr Vertrag erlaubte, rauschte Sheridan auch um 0.30 Uhr wieder ab in ihr Hotel.

Foto: (c) APA/Georg Hochmuth

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