Graf Ali:

ÖSTERREICH-Interview

Graf Ali: "Es geht mir furchtbar"

Während in Wien ein wilder Streit um die Strafverfahren gegen Alfons Mensdorff-Pouilly tobt, traf in ÖSTERREICH in seinem Versteck im burgenländischen Luising.

Im weitläufigen Garten des tiefwinterlichen Schlosses Luising, nur einen Steinwurf von der ungarischen Grenze entfernt, patrouillieren drei riesige schwarze Labradorhunde – zur Abschreckung ungebetener Besucher.

Drinnen im noblen, frisch renovierten Domizil hat sich Österreichs prominentester Haftentlassener verschanzt: Alfons Mensdorff-Pouilly floh vor Medien, neugierigen VP-Parteifreunden und wohl auch den anklagenden Blicken der Öffentlichkeit hierher ins tiefste Südburgenland. Dorthin, wo das Wort des Schlossherrn noch quasi Gesetz ist – und er seine absolute Ruhe hat.

"Es geht mir furchtbar"
Und hier fand ihn ein ÖSTERREICH-Reporter, der ihn bat, endlich zu den schweren Vorwürfen, die bis vor kurzem wie ein Damoklesschwert in London über ihm geschwebt waren, Stellung zu nehmen. Graf Alis Antworten: „Was wollen Sie von mir?“ – „Es geht mir furchtbar“. Dann wieder Schweigen.

Seit Sonntagabend war er endlich wieder daheim: Graf Mensdorff-Poully flog – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – von London nach Wien. Seine Frau, die ehemalige VP-Ministerin Maria Rauch-Kallat war an seiner Seite. Und beide gemeinsam verflüchtigten sich prompt in das Familien-Schloß in Luising. Dort, wo Graf „Ali“ gerne VP-Prominenz“ empfängt, dort im burgenländischen Idyll , wo er immer wieder Jagdgesellschaften vom Feinsten – bis hin zur Strafanzeige wegen Bestechung von Ministern – gegeben hatte.

Gespanntes Warten auf die Justiz-Entscheidung
Hier will Mensdorff jetzt einmal abwarten, was sein Anwalt Harald Schuster an der Wiener Justiz-Front erreicht – vom völligen Freispruch wie nach dem 328-Millionen-Deal mit der Justiz in London bis zur Anklageerhebung wegen Korruption scheint derzeit alles möglich. Kein Wunder, dass Graf Ali bis auf weiteres im Nobel-Bunker zu Luising in Deckung bleibt...

ÖSTERREICH: Herr Graf, danke dass Sie nach allem was Sie durchgemacht haben, mit uns reden. Wir sind extra hierher nach Luising gekommen...
A. Mensdorff-Pouilly: Was wollen Sie von mir?

ÖSTERREICH: Mit Ihnen darüber reden, wie es zur U-Haft in London kam und was Sie zu den Vorwürfen gegen Ihre Person sagen. Und wir wollen fragen, wie es Ihnen jetzt geht.
Mensdorff-Pouilly: Na, mir geht es furchtbar. Was glauben denn Sie, wie es einem in so einer Situation geht?

ÖSTERREICH: Trotzdem würden wir gerne mit Ihnen über die konkreten Vorwürfe reden. Immerhin lösten Sie sogar einen Koalitionsstreit um Ihr Verfahren in Wien aus.
Mensdorff-Pouilly: Ich kooperiere nicht mit Medien, mein Anwalt sagte schon, wir kooperieren nur mit der Justiz.

ÖSTERREICH: Wollen Sie nicht Ihre Sicht der Dinge darstellen?
Mensdorff-Pouilly: Später. Bleiben Sie doch hier in Luising. Es ist wunderschön hier.

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