Wissenschaftsminister Johannes Hahn bei den ÖH-Wahlen

Universitäten

Hahn will weniger Studienabbrecher

Dieses Ziel will der Wissenschaftsminister über weniger Ferien und bessere Professoren erreichen.

ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn will im Kampf gegen die - zuletzt von der OECD kritisierten - hohen Drop-Out-Raten an den Universitäten von 35 Prozent, dass die Lehre an den Unis verbessert wird. "Da liegt einiges im Argen. Ehrlich gesagt: Wenn nicht spannend vorgetragen wird, kann die Grundleidenschaft noch so hoch sein, da sinkt das Interesse rapid", sagt Hahn im Wirtschaftsmagazin "trend". Die Uni-Professoren müssten besser ausgebildet werden, fordert er.

Bessere Lehrer und weniger Ferien
Hahn findet, dass man "bei der pädagogischen Ausbildung der Kollegen und Kolleginnen sehr wohl etwas tun kann". Er verweist auf England, wo "Lehrende nur mehr berufen werden, wenn sie eine pädagogisch-didaktische Ausbildung absolviert haben". In Studienrichtungen, "wo es Dränglereien gibt", will Hahn "darüber nachdenken, ob man die Zeit der Lehre über das ganze Jahr erstreckt. In England wird das praktiziert. Wir haben jetzt fünf Monate im Schnitt pro Jahr keine Lehrtätigkeit."

Zugangsregelungen für einzelne Studienrichtungen sind Hahn "unsympathisch", diese Maßnahme ergreife er nur, "wenn ich es nicht vermeiden kann". Die derzeit geltende, bis Jahresende befristete Möglichkeit für die Unis, Zugangsbeschränkungen in acht Studienfächern zu erlassen, will Hahn "wahrscheinlich nicht für alle Fächer weiter verlängern". Auf jeden Fall sollen laut Minister die Beschränkungen in Medizin, Psychologie und Zahnheilkunde bleiben, Diskussionen gebe es noch im Bereich der Betriebswirtschaft. "Da habe ich noch keine abschließende Meinungsbildung", so Hahn.

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer   Datenschutzerklärung .
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten