Haider-Spezi will 1 Million Euro zahlen

Birnbacher-Prozess

Haider-Spezi will 1 Million Euro zahlen

Nein, der 71-jährige Dietrich Birnbacher will nicht ins Gefängnis. Neuer Knalleffekt im Prozesses gegen den Steuerberater sowie gegen Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz. Beide standen in Klagenfurt wegen Untreue vor Gericht – ihnen drohten bis zu 10 Jahre Haft wegen Untreue. Zur geplanten Urteilsverkündung kam es aber gestern unerfreulicherweise nicht, es wurde auf 1. Oktober vertagt.

Nach dem Geständnis kam „tätige Reue“ Birnbachers
Den Gang ins Gefängnis versucht der einstige Haider-Freund und Steuerberater, der im Zuge des Verkaufs der Landes-Hypo an die BayernLB sechs Millionen Euro für ein sogenanntes „Gutachten“ erhielt, jedenfalls zu verhindern. Nach dem Geständnis vom August, in dem er Martinz, Haider sowie dessen FPK-Erben belastet hatte, bot Birnbacher an, Geld – konkret 1,1 Millionen Euro – zurückzuzahlen:

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Steuern und Martinz: 2,461 Millionen Euro habe er Steuern gezahlt. 100.000 € seien an Martinz bzw. dessen Anwältin gegangen.
1,1 Millionen bleiben übrig: 300.000 € schließlich sei das Gutachten schon wert gewesen, argumentiert Birnbacher. Dann seien noch etwas mehr als zwei Millionen übrig, abzüglich der beschlagnahmten 970.000 € blieben 1,1 Millionen, die er zahlen will. Birnbacher hatte mit dem Geld Kredite getilgt und Immobilien abbezahlt. Auch wenn die Rechnungen des Steuerberaters nicht immer nachvollziehbar waren. Der Villacher zeigte sich weiter voll geständig.

Ex-VP-Chef & Manager bekannten sich unschuldig
Ihm sei gleich klar gewesen, dass das Honorar zu hoch war, so „Birni“. Und dass es darum gegangen sei, das Geld, gemäß dem Deal zwischen Haider und Martinz, an BZÖ (jetzt FPK) und an ÖVP zu verteilen. Anders die Angeklagten Martinz und die Landesholding-Chefs Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander, die bis zuletzt jede Schuld abstritten. Martinz etwa rechtfertigte sich, er sei nur kleiner Agrarlandesrat gewesen. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Die Verlesung von Aktenteilen verhinderte schließlich das Urteil: Richter Herrnhofer vertagte den Prozess schon gegen 18 Uhr auf den 1. Oktober.

Birnbacher kaufte für die Kinder Immobilien


Die Justiz vermutet, dass Birnbacher die Millionen in Immobilien investierte.

Big Spender. Auch wenn Birnbacher reuig alle Millionen zurückzahlen will, so ist es doch auffällig, dass der Steuerberater nach der Überweisung des 6-Millionen-Honorars einige Immo-Deals zugunsten seiner Kinder tätigte. Seiner Tochter kaufte er im Mai 2010 zwei Wohnungen inkl. Garagen in Villach. Außerdem schenkte ihr Daddy Birnacher Anteile einer Liegenschaft auf der Gerlitzen.

 

Der Sohn heimste zur selben Zeit zwei Liegenschaften am Ossiacher See vom großzügigen Papa ein. Beide Kinder mussten auf die Erbschaft verzichten.

Diashow Ex-Steuerberater Birnbacher vor Gericht

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