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"Gehört aber nicht mir"

Ibiza-Anwalt gibt Kokain-Fund in seiner Wohnung zu!

Während einer Hausdurchsuchung bei dem Wiener Anwalt, der im Verdacht steht, an der Entstehung des Ibiza-Videos mitgewirkt zu haben, wurde Kokain sichergestellt. Laut seinem Anwalt hätte er nicht davon gewusst, dass sich Drogen in seiner Wohnung befunden hätten.

Wien. Neuer Paukenschlag in der Ibiza-Affäre: Bei einer Hausdurchsuchung wurde bei jenem Wiener Anwalt, der als Drahtzieher des Videos gilt, Kokain gefunden. Die Razzia fand bereits im August in der Privatwohnung des Juristen in Wien-Alsergrund statt. Dabei haben die Ermittler der SOKO Ibiza zwei Päckchen Kokain gefunden. Der Fund wurde aber bis jetzt geheim gehalten. Bislang schwieg der Wiener Anwalt über den Fund – bis jetzt. Der Anwalt des Verdächtigen bestätigte nun gegenüber dem "Standard", dass tatsächlich Kokain von den Beamten sichergestellt wurde. Die Menge soll jedoch "weit unter der einschlägigen Grenzmenge" liegen.

Anwalt streitet ab

Der Ibiza-Anwalt streitet jedoch ab, dass das sichergestellte Kokain ihm gehöre. Laut seinem Anwalt hätte er nicht davon gewusst, dass sich Drogen in seiner Wohnung befunden hätten. "Unser Mandant hat der Staatsanwaltschaft Wien mit Attest nachgewiesen, dass er keine Drogen konsumiert", gab sein Anwalt bekannt.

Gegen den Wiener Anwalt, der im Verdacht steht, an der Entstehung des Ibiza-Videos mitgewirkt zu haben, wird derzeit wegen Fälschung besonders geschützter Urkunden und des Missbrauchs von Tonaufnahme- und Abhörgeräten ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Anwalt veröffentlichte Ibiza-Video illegal

Das Oberlandesgericht Wien (OLG) hat die vom ehemaligen FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus erwirkte einstweilige Verfügung gegen jenen Wiener Anwalt bestätigt, der als mutmaßlicher Hintermann des Ibiza-Videos gilt und dies auch bereits gestanden hat. Damit ist diesem weiter untersagt, das Video oder Teile dessen zu veröffentlichen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, das OLG ließ die Anrufung des Obersten Gerichtshofs (OGH) zu.

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen hatte einem Antrag Gudenus' auf einstweilige Verfügung stattgegeben. Dem Anwalt war untersagt worden das Video insgesamt oder Teile davon weiterzugeben oder anderen Personen vorzuspielen bzw. zugänglich zu machen. Auch die Anfertigung neuerlicher Aufnahmen wurde ihm verboten.
 

© Screenshot

 
Wie das Landesgericht nahm auch das OLG an, dass der beklagte Rechtsanwalt Zugriff auf dieses Video habe, hieß es in einer Aussendung am Dienstag. Da es das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt, Ton-, Bild- und Filmaufnahmen ohne Zustimmung aufzunehmen und Dritten zugänglich zu machen, sei die Veröffentlichung des Videos rechtswidrig.
 
Das OLG habe auch geprüft, ob die Veröffentlichung des gesamten Videos vom Grundrecht auf Informationsfreiheit nach Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) gedeckt ist, kam aber zu dem Ergebnis, dass die Methode der Informationsbeschaffung "im besonderen Maße unredlich und in mehrfacher Hinsicht rechtswidrig" war. Auch die Art der Weitergabe sei "im besonderen Maße geeignet" gewesen, die Persönlichkeitsrechte des Klägers zu verletzen.
 
Die Veröffentlichungen von Teilen des Videos durch Medien im Mai 2019 sei hingegen kein Thema der Entscheidung gewesen.

Vorwurf gegen "Krone"-Moderatorin

Die langjährige Freundin eines Haupttäters im Ibiza-Krimi ist nun mit neuen Beschuldigungen konfrontiert: Katia Wagner, die für die "Kronen Zeitung" wöchentlich ein Online-TV-Format moderiert, wird vor Gericht eine mögliche Mittäterschaft an der Polit-In­trige gegen Heinz-Christian Strache vorgeworfen. Und zwar von niemand Geringerem als dem Strache-Anwalt selbst.

„Ich werde alle klagen, die das behaupten. Ich habe mit dieser Sache nichts zu tun, ich wusste gar nichts von diesem Ibiza-Video“, sagte Katia Wagner bei einem Telefonat mit ÖSTERREICH zu den nun aufgetauchten Vorwürfen. Die TV-Moderatorin und Kolumnistin der "Krone" blieb bekanntlich weiterhin bei dem Boulevardblatt, obwohl gleich nach Veröffentlichung des Ibiza-Videos bekannt wurde, dass ihr langjähriger Lebensgefährte M. einer der Haupttäter bei diesem Politkrimi ist. Der Wiener Rechtsanwalt M. hat das wenig später gestanden. Wagner gibt in dem Telefonat mit ÖSTERREICH auch offen zu, den „Ibiza-Anwalt“ M. weiter zu treffen: „Aber nur sporadisch.“

Strache-Anwalt erhebt Vorwurf gegen Wagner

Jetzt sind schwere Vorwürfe gegen Katia Wagner aktenkundig: In einem Schreiben des Rechtsanwalts von Heinz-Christian Strache an das Gericht wird nun behauptet, dass die TV-Moderatorin bereits 2015 versucht hätte, den Verkauf einer Haarsträhne von Strache zu vermitteln. Angeblich wären damals in dieser Haarsträhne Spuren von Drogen zu finden gewesen.

Hintergrund ist eine Klage, die Wagner gegen Strache eingebracht hatte, weil dieser in einem Posting behauptet hatte, dass sie Verbindungen zum Video-Produzenten habe. Straches Anwalt konterte jetzt in der Klagsbeantwortung mit den Vorwürfen gegen Wagner.

Das TV-Starlet kommt mit diesen neuen Vorwürfen auch deshalb unter Druck, weil Katia Wagner gegenüber ihrem Arbeitgeber "Krone" stets bestritten hat, seit 2017 öfters Kontakt zu „Ibiza-Anwalt“ M. gehabt zu haben. Angeblich gab Wagner, für die die Unschuldsvermutung gilt, dafür sogar eine eidesstattliche Erklärung ab.

© Facebook

 Ehepaar Strache wehrt sich jetzt gegen Katia Wagner.

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