Islam: Strolz warnt vor Bürgerkrieg

Kritik

Islam: Strolz warnt vor Bürgerkrieg

NEOS-Chef Matthias Strolz sorgt mit Kritik am politischen Islam für Aufsehen und warnt - ähnlich wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in der Vergangenheit - mittelfristig vor einem Bürgerkrieg. Anlass für die von Strolz via Facebook verbreiteten Aussagen ist ein Essay des Politikwissenschaftlers Bassam Tibi.
 
Dieser hat sich nach 25 Jahren unter dem Titel "Warum ich kapituliere" von seiner Vision eines Euro-Islam verabschiedet. Strolz ist hingegen nicht bereit zu kapitulieren, wie er diese Woche im sozialen Netzwerk Facebook erklärte. "Kapitulation bedeutet in diesem Fall mittelfristig Bürgerkrieg. Das ist für mich keine zulässige Option. Natürlich braucht es entschlossene Islamkritik. Schon aus Respekt gegenüber dem Islam. Zu glauben, wir sollten uns diesem Thema nicht stellen, weil es die aufkeimende Islamophobie stärke, wäre grobe Naivität, Ignoranz oder schlichtweg Feigheit", meinte der NEOS-Chef.
 

Für Islam europäischer Prägung

Er werde als freier Bürger und als Politiker für einen Islam europäischer Prägung kämpfen. "Ich halte ihn für die aktuell einzig realistische Option, uns vor brutalen Konflikten auf unserem Kontinent zu schützen. Religionsfreiheit, die Rechtsstaatlichkeit und die Gleichwertigkeit von Frau und Mann sind nicht verhandelbar. Sie sind Eckpfeiler unseres europäischen Werte-Fundaments. Wenn wir dieses Fundament verlieren - und sei es nur in Teilen -, dann fällt das Haus Europa." Er wolle weder 30 Millionen Mitbürger islamischen Glaubens kriminalisieren, noch werde er die fortschreitende Ausbildung von europa- und demokratiefeindlichen, orthodoxen oder islamistischen Parallelgesellschaften akzeptieren. "Beide Entwicklungen, wenn sie weiter so stark an Dynamik gewinnen, werden unweigerlich in einem blutigen Konflikt enden. Wenn wir das nicht sehen, dann schauen wir nicht hin", so Strolz.
 
Auch Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte in der Vergangenheit als Oppositionsvertreter wiederholt vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen gewarnt. Strache wurde dafür scharf von anderen Parteien kritisiert. Zuletzt etwa rund um die Bundespräsidentenwahl 2016. In seiner Rede zum Nationalfeiertag hatte Strache damals gemeint, dass "durch den ungebremsten Zustrom von kulturfremden Armutsmigranten, die in unser Sozialsystem einsickern", das gesellschaftliche Gefüge in seinen Grundfesten erschüttert werde. "Und das macht mittelfristig einen Bürgerkrieg nicht unwahrscheinlich."
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