Strache mit Kampfansage auf Facebook

'Jetzt erst recht!'

Strache mit Kampfansage auf Facebook

Vizekanzler FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache trat wegen des Skandalvideos von Ibiza von allen Funktionen mit sofortiger Wirkung zurück. In einer Erklärung nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte Strache, dass er sowohl als Vizekanzler zurücktrete als auch seine Funktionen in der Bundes- und der Wiener Landespartei der FPÖ zurücklege. Als seinen Nachfolger nannte Strache seinen Partei-Vize und Infrastrukturminister Norbert Hofer.
 

Nur einen Tag später postete er auf Facebook die Kampfansage: "Jetzt erst recht!" Strache sah sich als Opfer eines politischen Attentats, sogar von einem geheimdienstlichen Auftrag sprach er. Auch Kickl schrieb in seiner Abrechnung mit der ÖVP "jetzt erst recht".

Geheime Krisensitzung der blauen Granden

Die FPÖ war am Sonntagnachmittag weiter darum bemüht, den Ort ihrer Präsidiumssitzung geheim zu halten, bei der über die Zukunft der Partei nach dem Rücktritt von Obmann Heinz-Christian Strache beraten werden soll. Vor der Parteizentrale und anderen FP-Sitzungsorten warteten Journalisten vergeblich auf die Parteigranden. Ob es am Sonntag überhaupt noch Informationen geben wird, war vorerst unklar.

Die Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller traf am Nachmittag bei der FPÖ-Zentrale am Wiener Friedrich-Schmidt-Platz hinter dem Wiener Rathaus ein, stand aber vor verschlossenen Türen, da der Tagungsort offenbar kurzfristig geändert wurde. Nachdem sie dann doch Einlass fand, verließ sie die FPÖ-Zentrale nach wenigen Minuten wieder in unbekannte Richtung.

Zuvor hatten sich einige Parteigranden am frühen Nachmittag im Innenministerium getroffen, das sie dann gegen 16.00 Uhr verließen. Darunter waren u.a. der nach der Ibiza-Affäre am Vortag von allen Ämtern zurückgetretene Ex-Parteiobmann Heinz-Christian Strache, sein wahrscheinlicher Nachfolger Infrastrukturminister Norbert Hofer und Innenminister Herbert Kickl.

Die Präsidiumssitzung sollte um 16.00 Uhr beginnen. Ob es im Anschluss eine Information für die Öffentlichkeit geben wird, war auch am Nachmittag unklar. Offiziell war weiterhin nichts aus der Partei zu erfahren, auch sonst drangen bisher keine Informationen nach außen.
 

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