Jetzt steigen die Gebühren in Wien

Rund sechs Prozent

Jetzt steigen die Gebühren in Wien

Die Tarife für Parken, Abfall, Wasser und Kanal sind betroffen.

Das Wiener Valorisierungsgesetz kommt zur Anwendung. Das hat ein Sprecher der zuständigen Stadträtin Renate Brauner (S) am Mittwoch bestätigt. Das bedeutet: Die Gebühren werden steigen. Betroffen sind die Tarife bzw. Preise für Abfall, Parkometer, Wasser und Kanal. Denn das Gesetz sieht vor, dass die Tarife bzw. Preise automatisch angehoben werden, falls der Verbraucherpreisindex zur Jahresmitte drei Prozent übersteigt - und die Stadtregierung nicht ausdrücklich auf eine Anhebung verzichtet.

Verbraucherpreisindex
Bürgermeister Michael Häupl (S) hat sich zuletzt im Interview bereits klar gegen eine Aussetzung ausgesprochen. Ausschlaggebend ist der VPI für den Juni. Der liegt im Prinzip schon seit Mitte Juli vor, allerdings waren die Zahlen nur vorläufig. Der offizielle Wert wird laut Rathaus immer eineinhalb Monate später bekanntgegeben. Für den Juni 2011 ist der definitive VPI nun verlautbart worden, er beträgt 3,3 Prozent.

Rund sechs Prozent
Die Anhebung der Wiener Preise und Gebühren wird rund sechs Prozent ausmachen. Dies deshalb, weil laut Rathaus der Wert seit der bis dato letzten Erhöhung (2009, Anm.) relevant ist. Die Berechnung erfolgt alljährlich nach Vorliegen des offiziellen Juni-Verbraucherpreisindexes. Dieser lag im Vorjahr ganz knapp unter drei Prozent, heuer bei 3,3 Prozent. Kumuliert - also seit 2009 - ergibt dies einen Wert von 6,29 Prozent.

   Das bedeutet für die Wiener nun konkret: Teurer wird etwa die Müllentsorgung. Ein 120-Liter-Kübel kostet pro Entleerung künftig 4,24 Euro statt bisher 3,99, also 25 Cent mehr pro Entleerung. Die Abwasserentsorgung steigt von 1,78 Euro auf 1,89 Euro pro Kubikmeter. Laut dem Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (S) wird hier die monatliche Erhöhung pro Haushalt rund 85 Cent betragen. In Sachen Wasser wird in der zuständigen Abteilung noch gerechnet.

   Eine Inflationsanpassung gibt es auch bei der Parkometergebühr - wobei das Parkpickerl für Anrainer davon nicht betroffen ist, wie im Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) betont wurde. Teurer werden die Parkscheine. Sie werden stets in Fünf-Cent-Schritten angehoben, wodurch die prozentuale Steigerung höher ist als 6,29 Prozent. Kommen werden folgende neue Tarife:

  •  Zehn Minuten Abstelldauer (Parkschein violett): bleibt gebührenfrei
  •  Eine halbe Stunde Abstelldauer (Parkschein rot): Neu: 65 Cent (alt: 60 Cent)
  •  Eine Stunde Abstelldauer (Parkschein blau): Neu: 1,30 Euro (alt: 1,20 Euro)
  •  Eineinhalb Stunden Abstelldauer (Parkschein grün): Neu: 1,95 Euro (alt: 1,80 Euro)
  •   Zwei Stunden Abstelldauer (Parkschein gelb): Neu: 2,60 Euro (alt: 2,40 Euro)

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