KH Nord: Die fragwürdige Vorgeschichte

13,7 Mio. Euro zu viel

KH Nord: Die fragwürdige Vorgeschichte

Schon der Kauf des Grundstücks lief seltsam: Der damalige Verteidigungsminister bot der Stadt Wien an, nur drei Kilometer weiter stadtauswärts vom heutigen KH Nord gratis das Heeresspital Stammersdorf zur Verfügung zu stellen. Das wurde nicht einmal ignoriert.

Fragen

Wie auch die Rechercheplattform Addendum parallel zu ÖSTERREICH recherchierte, entschieden sich die damals verantwortlichen Stadträtinnen – zuerst Renate Brauner, dann Sonja Wehsely – für eine erklärungsbedürftige Vorgangsweise: Der Verkäufer des Grundstücks müsse gleichzeitig auch die Bauarbeiten durchführen können. Internationale Experten und der Rechnungshof kamen schon damals nicht aus dem Staunen heraus.

13,7 Millionen Kaufpreis für Mega-Gelände

Am Ende wurde ein Konsortium aus drei der ursprünglich vier Bieter gebildet und das 122.000-m2-Grundstück auf dem alten ÖBB-Gelände beziehungsweise dem der Reichsbahn-Ölwaggon-Reparaturanstalt am nördlichen Rand der Altlast W7-Raffinerie Floridsdorf erworben. Benötigt wurden laut ursprünglicher, über Nacht aufgehobener Ausschreibung 50.000 Qua­dratmeter.

Die 47.000 m2 für Parks und Therapiegärten, die so gekauft wurden, kosteten stolze 13,7 Millionen Euro. Bei einem Gesamtkaufpreis von 35 Millionen war das der äußerste obere Rand des gerade noch zulässigen Quadratmeterpreises laut MA 69.

Und dann begann die von ÖSTERREICH aufgedeckte Umweltkatastrophe.

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