Kärnten: Gaby Schaunig wird Finanzlandesrätin

Polit-Comeback

Kärnten: Gaby Schaunig wird Finanzlandesrätin

Die ehemalige Kärntner SPÖ-Chefin Gaby Schaunig kehrt in die Politik zurück. Sie wird in der neuen Kärntner Landesregierung das Finanzressort übernehmen, wie der designierte Landeshauptmann Peter Kaiser bei einer Pressekonferenz nach dem SPÖ-Parteivorstand bekannt gab. Schaunig vereine Intellekt und soziale Kompetenz, daher sei er an sie herangetreten, nachdem klar wurde, dass die SPÖ das Finanzressort erhalten wird, so Kaiser.

Schaunig, die im Juli 2008 aus der Politik ausgestiegen war, meinte, das Angebot Kaisers habe bei ihr ein "Wechselbad der Gefühle" ausgelöst, ihre erste Reaktion sei gewesen: "Nein, ich mag nicht mehr jeden Tag streiten." Der Sinneswandel sei dann in erster Linie darauf zurückzuführen gewesen, dass es einen neuen politischen Stil im Lande gebe. Schaunig wird nicht nur ihre Arbeit als Anwältin in einer Klagenfurter Kanzlei aufgeben, sondern auch ihre Beteiligung an der Kanzlei abgeben, um jegliche Möglichkeit einer Unvereinbarkeit zu vermeiden.

Der Vorstand hatte am Nachmittag sowohl die Koalitionsvereinbarung mit ÖVP und Grünen als auch die Personalie Schaunig einstimmig abgesegnet. Sie wird für Finanzen und "alle direkt tangierenden Bereiche" zuständig sein, so Kaiser. Das betreffe auch das Gemeindereferat, wobei der Bereich der Bedarfszuweisungen gemeinsam mit der ÖVP verwaltet werde. Kaiser übernimmt ein neu gestaltetes Bildungsreferat, "von der frühkindlichen Entwicklung bis zur universitären Forschung". Die Bereiche Kindergarten, Schulen und Universitäten werden zusammengelegt. Dazu behält der künftige Regierungschef den Sport, die Personalkompetenz soll mit dem Bereich Innerer Dienst zusammengelegt werden und ressortiert damit ebenfalls zum Landeshauptmann.

Beate Prettner wird die Bereiche Gesundheit, Krankenanstalten und Soziales betreuen, dazu die Themen, Senioren, Frauen und Jugend. Hier können laut Kaiser viele Synergieeffekte erzielt werden, durch die auch Einsparungen möglich sind. Kaiser betonte aber, dass diese Referatsaufteilung noch eine vorläufige sei, kleinere Änderungen aus rechtlichen Gründen seien nicht auszuschließen, zudem wolle er die Entscheidungen in den Gremien der Koalitionspartner Grün (Montagabend) und Schwarz (Dienstagvormittag) abwarten.
 

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