Karfreitag: Anwalt wird Gesetz vor VfGH bekämpfen

"Beschämend"

Karfreitag: Anwalt wird Gesetz vor VfGH bekämpfen

Anwalt Sommer: "Sobald das Gesetz da ist, wird es bekämpft."

Die Karfreitagsregelung der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung wird auch vor dem VfGH angefochten werden. Das kündigte der Kärntner Anwalt Michael Sommer am Donnerstag gegenüber der APA am. "Ich habe vor, für evangelische Arbeitnehmer direkt an den VfGH heranzutreten", sagte Sommer. Er bereitet den sogenannten Individualantrag vor und braucht noch Evangelischgläubige, die sich zur Verfügung stellen.
 
"Ich glaube, das wird schnell gehen. Bis zum Einbringen ist es eine Frage von Wochen", sagte Sommer. "Sobald das Gesetz da ist, wird es bekämpft." Schließlich könne man mit dem Individualantrag "die neue gesetzliche Regelung, wonach der Karfreitag für Evangelische - wie auch mich - kein Feiertag mehr sein soll, zu Fall bringen", so der Klagenfurter Anwalt.
 

"Beschämend"

Dieses Vorgehen biete den Vorteil, "dass der jeweilige Arbeitnehmer nicht gegen seinen Dienstgeber vorgehen muss", sagt Sommer. Er denkt nämlich, dass das Vorgehen gegen den Dienstgeber eine gewisse und nachvollziehbare Hemmschwelle für den Arbeitnehmer bedeute. So aber könne man "unmittelbar gegen den Gesetzgeber vorgehen".
 
Als "beschämend" bezeichnet es Sommer, dass der Karfreitag in Österreich kein Feiertag mehr sein soll. So stelle sich Österreich hinter viele Länder, wo der Karfreitag sehr wohl ein Feiertag sei. Sommer ruft interessierte evangelische Arbeitnehmer auf, sich bei ihm zu melden, um gesammelt vorzugehen und die Kosten pro Person in einem überschaubaren Rahmen zu halten.

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