'Kein Zufall, dass erst nach der Wahl mehr zu Ibiza-Krimi bekannt wird'

Norbert Hofer attackiert SPÖ

'Kein Zufall, dass erst nach der Wahl mehr zu Ibiza-Krimi bekannt wird'

Exklusiv konnte ÖSTERREICH über die Einvernahme des jungen Wiener Anwalts und Sozialdemokraten bei der Soko Ibiza berichten: Der Jurist leitete bis vor kurzem die bekannte Wiener "Sektion ohne Namen", war auf der Nationalratswahlliste 2017 unter den Top-20 gereiht und hatte engen Kontakt zu Ex-Bundeskanzler Christian Kern. Außerdem diskutierte in seiner "Sektion ohne Namen" auch der Sohn eines Star-Anwalts mit, der wiederum mit Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer enge Verbindungen pflegt und der mit Ex-SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter gemeinsam ein Beratungsunternehmen geführt hat. Der nun von den Ermittlern befragte Anwalt war übrigens auch Konzipient bei diesem Top-Anwalt, ebenso wie der mittlerweile bekannte Rechtsanwalt M., der die Mitproduktion des "Ibiza-Videos" bereits gestanden hat.
 
Mit dem smarten Juristen, der noch 2017 als Jungstar der SPÖ aufgebaut werden sollte, geriet aber noch einer seiner SPÖ-Kollegen ins Visier der Soko: der Bursch hat - wie berichtet - mit seinem Lebenspartner, einem Mitglied der Jungen ÖVP, bei einem Wettanbieter auf den Kollaps der schwarz-blauen Bundesregierung am 18. Mai 2019 gewettet.
 

FPÖ-Chef attackiert die SPÖ

„Mit den nun veröffentlichten Medienberichten sind plötzlich auch SPÖ und Junge ÖVP betroffen - obwohl von beiden stets bestritten wurde, mit dem Skandal-Video etwas zu tun zu haben. Ich fordere daher beide Parteien auf, zu den Medienberichten Stellung zu beziehen", meldete sich nun FPÖ-Chef Norbert Hofer zu diesen neuen Details im Ibiza-Krimi. Und er meinte weiter: "Es ist natürlich mit Sicherheit kein Zufall, dass die Österreicher erst in der Woche nach der Wahl von diesen schockierenden Vorfällen erfahren durften.“
 
Tatsächlich hat die Staatsanwaltschaft die Einvernahme des SPÖ-Politikers sowie die Hausdurchsuchungen bei den beiden jungen Burschen, die diese seltsame Wette eingehen wollten, nicht kommuniziert. Allerdings vermutlich nicht aufgrund der politischen Situation, sondern wohl eher aus kriminaltaktischen Gründen. Und ohne Tipp aus Ermittlerkreisen hätte auch ÖSTERREICH noch länger nicht von diesen neuen Entwicklungen in der Causa Ibiza berichten können.
 
Richard Schmitt
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