Kinderporno-Skandal in der FPÖ

Parteiausschluss

Kinderporno-Skandal in der FPÖ

Verurteilter Sextäter durfte als FP-Funktionär für seine Partei munter weiter politisieren. ÖSTERREICH deckt den Porno-Skandal jetzt auf.

Knalleffekt in Burgenlands Parteienlandschaft ein Jahr vor den Landtagswahlen. Wie ÖSTERREICH recherchierte, zieht just für die FPÖ, der sprichwörtlichen „Saubermann-Partei“, ein Kinderpornograf blaue Fäden: Rudolf P. aus Eisenstadt-Umgebung. Er hat einschlägiges Bildmaterial aus dem Internet heruntergeladen, abgespeichert und auch an Jugendliche weitergegeben.

Ein Delikt, für das sein Landeschef Johann Tschürtz normalerweise kein Verständnis zeigt und strengste Strafen fordert, „schon fürs bloße Anschauen“. Mit der ÖSTERREICH-Recherche gestern konfrontiert, zeigte sich Tschürtz bestürzt – und vor allem völlig ahnungslos.

Notbremse Ausschluss
Seine Bestätigung folgte aber rasch. „Meine Forderung gilt selbstverständlich auch für eigene Mandatare. Ich habe P. daher sofort aus der Partei ausgeschlossen und ihm dies bereits persönlich mitgeteilt“, so Tschürtz kurz und bündig.

Der Opa-Typ
Rudolf P. galt in seiner Ortsgruppe als Sympathieträger. Als dieser führte er die FP auf kommunaler Ebene auch in die Gemeinderatswahlen im Oktober 2007. Nur zwei Monate später stand er wegen seiner pädophilen Neigung vor dem Richter. Auch wegen illegalen Besitzes einer halbautomatischen Waffe. Das Gericht verdonnerte ihn zu vier Monaten bedingter Haft auf drei Jahre, 4.000 Euro Strafe und die Übernahme der Gerichtskosten.

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