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Grüne zeigen Türkis die kalte Schulter

Koalitions-Poker: Kogler mit Absage an Kurz

Nicht bloß ein Comeback wollen die seit dem Rauswurf 2017 schwer angeschlagenen Grünen bei der Nationalratswahl im Herbst schaffen – „come back stronger“, gibt Parteichef Werner Kogler im oe24.TV-Talk die Richtung vor. Schlecht stehen die Chancen dafür jedenfalls nicht.

  • Zum einen wollen die Grünen auf der „deutschen Welle“ von der EU-Wahl ins Parlament surfen. Der Plan: Schon im Mai hat man mit deutschen Grünen – sie feierten Sensationserfolg, schafften Platz 2 – eng zusammengearbeitet. So wahlkämpfte Kogler in Bayern und Habeck in Wien. Das soll es nun wieder geben.
  • Und die Themenlage ist voll auf ihrer Seite: Alle Parteien, selbst die FPÖ, springen derzeit auf den Klima-Zug auf. Die Grünen wollen freilich auch bei dieser Wahl auf ihr Leibthema setzen. Neben Umwelt soll es verstärkt um soziale Themen gehen, verrät Kogler: „Wir setzen es uns zum Ziel, Kinderarmut zurückzudrängen.“ Vor allem auf enttäuschte SPÖ-Wähler haben es die Grünen damit abgesehen.
  • Auch um Schwarze, die von der „Ver-Grasserung“ der türkisen ÖVP „die Schnauze voll“ hätten, wollen die Grünen werben. Kogler sieht die Grünen mit dem breiteren Angebot als eine neue Volkspartei.

Rot-Grün-Neos würde dem Parteichef besser gefallen

Mit den zehn Prozent, bei denen die Grünen in der ÖSTERREICH-Umfrage stehen, könnten sie für die ÖVP als Koalitionspartner jedenfalls interessant werden. Kogler zeigt Sebastian Kurz aber vorerst die kalte Schulter: „Es ist unvorstellbar, dass wir mit den Türkisen in dieser Verfassung groß ins Gespräch kommen, geschweige denn regieren.“

Reden will er freilich mit ­allen, doch besser gefallen würde ihm Rot-Grün-Neos.

Werner Kogler im oe24.TV-Interview: "Gespräche mit diesen Türkisen nicht sinnvoll"

oe24.TV: Mit der EU-Wahl von 4 auf 14 Prozent. Wie ist Ihnen dieses Wunder gelungen?

Werner Kogler: Das war nach der Innsbruck-Wahl Lazarus, die Zweite – für Herbst planen wir Comeback Nummer 3. Wie das gelungen ist, weiß ich selber nicht. Das Geheimnis ist, glaube ich, dass wir auf unseren Instinkt gehört haben.

oe24.TV: Sie wurden dabei ins EU-Parlament gewählt, gehen aber nicht. Wählerbetrug?

Kogler: Nein. Leichtgefallen ist mir das nicht, aber wir haben wochenlang in die Partei und die sozialen Medien hineingehört – und 90 Prozent wollten mich als Spitzenkandidat. Für mich wäre es schon bequemer, einfach Abgeordneter im EU-Parlament zu werden. Man muss aber schon sagen, dass es die eigentliche Mission war, die Grünen zurückzubringen.

oe24.TV: Mit welchen Ansagen wollen Sie das schaffen?

Kogler: Das drängt sich von alleine auf, es geht um den Klimaschutz. Aber wir wollen thematisch auch ein Versagen der Sozialdemokratie kompensieren.

oe24.TV: Sind Sie offen für 
eine Koalition mit der ÖVP?

Kogler: Es ist unvorstellbar, dass wir mit der ÖVP in dieser Verfassung groß ins Gespräch kommen, geschweige denn regieren. Die Vorstellung, dass es Türkis-Grün gibt, geht sich nicht aus.

oe24.TV: Wieso?

Kogler: Weil es 
so etwas wie Schwarz-Grün gibt, wenn man welche dabei hat, die aufrichtige christliche Politik mit Werten machen und ein Bekenntnis zum Umweltschutz abgeben – und nicht so wie die Kurz-ÖVP das Rad der Zeit um 40 Jahre zurückdreht. Wenn da überhaupt Gespräche stattfinden sollen, braucht es eine Umkehr der Türkisen.

oe24.TV: Dann wären Sie für eine Koalition offen?

Kogler: Ich bin offen dafür, Gespräche zu führen. Ich bin mit Sicherheit nicht auf der Flucht. Wenn wir es schaffen, eine Grün-Rot-Neos-Mehrheit herzubringen, würde mir das sicher leichter fallen. Aber das Ziel der Grünen ist sowieso ein anderes: Wir wollen ins Parlament.

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