Marathon-Kanzler Kurz auf Europa-Tour

ÖSTERREICH-Report aus Paris

Marathon-Kanzler Kurz auf Europa-Tour

Paris. Der Einsatz von Kanzler Kurz zur Vorbereitung des EU-Supergipfels in Salzburg am Mittwoch und Donnerstag ist extrem. Mit allen „großen Playern“ hat der Kanzler im Vorfeld gesprochen: mit Spaniens Premier Sánchez am vergangenen Mittwoch in Madrid, Sonntagabend drei Stunden mit Angela Merkel in Berlin. Gestern besuchte er Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Élysée-­Palast in Paris.

Auf Kurz-Linie. Auffallend: Die Stimmung ist überall positiv. Schritt für Schritt lenken alle „Big Player“ auf die harte Kurz-Linie bei der Mi­gration ein: „Mittlerweile hat sich die Stimmung in der Union geändert“, sagt Kurz zu ­ÖSTERREICH. „Die Diskussion ist eine andere geworden als vor drei Jahren. Es wird nicht mehr der Streit über die Verteilung der Flüchtlinge befeuert, weil jeder weiß, dass das so nicht funktioniert.“ Inzwischen ist nur noch über die Kurz-Forderungen nach Stärkung und Ausbau von Frontex bis 2020 die Rede. 10.000 Mann stark soll die Grenzschutztruppe werden.

Besuch bei Freunden. Mit Angela Merkel, seiner früheren Erzfeindin, ist er inzwischen per Du. Ebenso mit Frankreichs Macron: „Lieber Sebastian, ich freue mich, dass du hier bist!“, begrüßte ihn Macron. Es schien wie ein Besuch bei einem Freund. Wie auch in Berlin ging es im Gespräch mit Macron um die Haupt­themen der österreichischen Ratspräsidentschaft: Migration und Sicherheit und die dramatische Entwicklung rund um den Brexit.

In vielen Punkten stimmt Macron mit Kurz überein: „Wir brauchen einen besseren Außengrenzschutz und eine Stärkung von Frontex“, sagte Macron. „Ebenso muss aber auch die Rückkehr von Flüchtlingen aus Europa in ihre Heimatländer in Salzburg diskutiert werden.“

Heute Rom. Heute fliegt Kurz nach Rom und trifft ­Italiens Premier Giuseppe Conte. Damit wird der Kanzler 11.000 Flugkilometer in den vergangenen Tagen absolviert haben. Er sagt zu ­ÖSTERREICH: „Ich bin zuversichtlich, dass der Gipfel in Salzburg funktionieren wird. Es werden keine Beschlüsse gefasst, umso mehr Raum besteht für Diskussionen.“

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