Mio. für Hokuspokus an ALLEN Spitälern

Skandal weitet sich aus

Mio. für Hokuspokus an ALLEN Spitälern

„Channel-Manager“ Christoph Fasching, der 95.000 € für einen Energiering ums KH Nord kassierte, ist im Wiener KAV mit seinen 14 Spitälern kein Einzelfall, wie ÖSTERREICH-Recherchen zeigen.

Feng-Shui-Auftrag. So erteilte eine Beamtin des Floridsdorfer Spitals einer gewissen Sylvia H. – zufällig namensgleich mit einer mächtigen Wiener Gesundheitsmanagerinnen Wiens – einen gut dotierten Auftrag: Das Spital sollte Feng-Shui-mäßig aufgerüstet werden.

Managerin nur versetzt. Als um Zigtausende Euro Feng-Shui-Vorhänge auf den Gängen hingen und sich herausstellte, dass die Feng-Shui-Expertin nur Diplome als Ernährungsberaterin und Fastentrainerin (!) besitzt, wurde Auftraggeberin Ottilie K. nicht gefeuert – sie wurde ins KH Hietzing versetzt.

Dort werkte Diplomingenieurin Claudia Sch. – sie ist Spezialistin für „Architektur und Heilung“ – und stattete gleich das halbe Spital um Steuergeld nach Feng-Shui aus. Laut Homepage des KAV ist man darauf auch sehr stolz.

Sylvia H. musste sich laut ihrer Referenzliste dann mit Feng-Shui-Zauber für die Rudolfstiftung begnügen. „Wir werden wohl die U-Kommission zu den Spitälern stark ausweiten müssen“, sagt FP-Klubchef Johann Gudenus zu den neuen Fakten. Gesundheits-Stadträtin Sandra Frauenberger steht jedenfalls vor dem Aus.

J.Galley

Ludwig: »Verstehe Unmut der Wiener über KH Nord«

Michael Ludwig fordert restlose Aufklärung der Skandale ums Krankenhaus Nord.

ÖSTERREICH: Wie ärgerlich ist das Thema KH Nord?

Michael Ludwig: Sehr ärgerlich und ich kann den Unmut der Bevölkerung verstehen.

ÖSTERREICH: Wie stehen Sie zu einer U-Kommission?

Ludwig: Ich bin für lückenlose Aufklärung. Von der Opposition höre ich immer nur Ankündigungen. Ich bin gespannt, ob auch Taten folgen.

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie Reaktion der Grünen auf die neuen SPÖ-Pläne?

Ludwig: Mein Ziel ist es, die Projekte schnell und mit vollem Einsatz in die Umsetzung zu bringen. Da sind Zurufe von anderen Parteien für mich völlig unerheblich.

ÖSTERREICH: Einige Ihrer Themen wie „Heimat“ erinnern stark an die FPÖ.

Ludwig: Ich schiele nicht auf andere Parteien. Mir geht es ausschließlich darum, das Richtige für die Bevölkerung zu tun. Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss. Wir können und sollen stolz auf unsere Heimatstadt Wien sein.

ÖSTERREICH: Ist es ein Vorteil, Schwarz-Blau als Feindbild im Bund zu haben?

Ludwig: Es ist ein großer Nachteil. Die Rechte der Arbeitnehmer bleiben auf der Strecke und es wird Sozialabbau betrieben. Wien wird ein positives und klares Gegenmodell dazu sein.

ÖSTERREICH: Muss man sich im Team Ludwig an ein neues Tempo gewöhnen?

Ludwig: Politik ist für mich kein Selbstzweck. Wir arbeiten für die Menschen und an den besten Lösungen für die Wienerinnen und Wiener.

ÖSTERREICH: Wie sieht die Personalplanung aus?

Ludwig: Bitte um Geduld. Ich werde am 14. Mai unser neues Team vorstellen.

Interview: Patrick Fischer

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