Nach Shitstorm: Scheuba schweigt weiter

Wirbel um Witz über 'warmen' Haider

Nach Shitstorm: Scheuba schweigt weiter

Florian Scheuba ist für bissige Kritik bekannt – und an Jörg Haider arbeiteten sich schon viele Kabarettisten ab. Doch vor dem 10-jährigen Todestag des seinerzeitigen Kärntner Landeshauptmannes scheint er übers Ziel geschossen zu haben: „Es heißt, in Kärnten sei einst die Sonne vom Himmel gefallen. Dabei hatte sie 142 km/h, 1,8 Promille und war noch wärmer, als man zuvor geglaubt hatte“, twitterte er.

Dass der Sager von Haiders BZÖ-Nachfolger Gerhard Dörfler karikiert wird, ist nicht neu – neu ist aber, dass dem toten Haider offen Homosexualität („wärmer als geglaubt“) vorgeworfen wird. Zu Haiders Lebzeiten – und auch danach – wurden Anspielungen auf eine angebliche Homosexualität vermieden. Von Kabarettisten und Medien.

Florian Scheuba Haider © Twitter/Florian Scheuba

Neos-Geschäftsführer 
ist gegen Scheuba

Wie auch immer: Scheubas Tweet kam durchwegs negativ an. Der Kabarettist erntete einen Shitstorm. Und zwar nicht nur aus der rechten Reichshälfte: So postete Neos-Geschäftsführer Stefan Egger lakonisch an Scheuba: „Dieser Tweet gehört gelöscht. Punkt.“ Andere fanden es „einfach nur primitiv“ oder wurden ausfällig: „Was für ein Arschgesicht.“ Klar, dass sich auch der FPÖ-Abgeordnete Christian Höbart echauffierte: „Dieser unsägliche Herr Scheuba hat nicht alle Tassen im Schrank.“ 700 Personen 
likten den Tweet allerdings.

Keine Staatskünstler

Scheuba selbst war trotz mehrmaliger Versuche für ÖSTERREICH nicht erreichbar: Der Kabarettist war zuletzt als „Staatskünstler“ zusammen Robert Palfrader und Thomas Maurer im Einsatz. Allerdings gibt es laut ORF weder für heuer noch für das nächste Jahr Pläne, die Sendung wieder aufleben zu lassen ...

Kärntens Landeschef mit stillem Gedenken an Haider

„Das ist ein Zeichen des Respekts gegenüber den Verstorbenen und deren Familien, unabhängig von der politischen Zugehörigkeit“, erklärte Kärntens SPÖ-Landeshauptmann angesichts der Kranzniederlegung für Jörg Haider im Bärental.

Vor zehn Jahren – am 11. Oktober 2008 – verunglückte der langjährige FPÖ-Chef bekanntlich in Klagenfurt tödlich. Kaiser betonte angesichts der umstrittenen Persönlichkeit von Haider, dass er „aller Landeshauptleute gedenken“ würde. Die Kranzniederlegung fand auf Wunsch der Familie im „kleinen Kreis“ am Familienbesitz der Haiders statt. Indes stellten Kärntner an Haiders Unfallstelle gestern auch Kerzen auf. In seiner Politheimat bleibt er ein wichtiger Faktor.

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