Sondersitzung zu Schredder-Affäre kommt

ÖSTERREICH-Info:

Sondersitzung zu Schredder-Affäre kommt

Wien. Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichtet, wird es in der Schredder-Affäre zu einer Nationalratssondersitzung kommen. Peter Pilz (JETZT) hat sich bereits für eine solche Sondersitzung ausgesprochen, SPÖ und FPÖ haben ihre Bereitschaft angekündigt. "Wenn JETZT einen Antrag einbringt, werden wir diesen unterstützen", heißt es aus der SPÖ. Im Sommer benötigt man zur Durchsetzung einer Sondersitzung ein Drittel der Abgeordneten.

 

Reisswolf-Chef sieht höchst ungewöhnlichen Vorgang

Der Geschäftsführer der Firma Reisswolf, Siegfried Schmedler, hat gegenüber der Wochenzeitung "Falter" von einem ungewöhnlichen Vorgang rund um die Schredderung von gesamt fünf Datenträgern durch einen ÖVP-Mitarbeiter berichtet. In der 25-jährigen Geschichte des Unternehmens sei "noch nie passiert", dass jemand "unter falschem Namen und mit solchem Aufwand Festplatten vernichten hat lassen".
 
Der Mann habe sich bereits bei der Anmeldung "nervös verhalten" und wollte "auf keinen Fall die Festplatten aus der Hand geben", schilderte Schmedler am Dienstag in einem Videobeitrag auf "Falter.at". Zudem habe er auf drei Schredder-Durchgängen bestanden, so Schmedler: "Er hat unsere Mitarbeiter immer wieder aufgefordert, die schon geschredderten Partikel wieder auf das Förderband zu legen und neuerlich zu schreddern." Normalerweise reiche ein Vorgang, um eine normgerechte Vernichtung sicherzustellen, hieß es.
 

Nahm geschredderte Teile wieder mit

Zudem habe er darauf bestanden, die geschredderten Teile wieder mitzunehmen. Einer der Reisswolf-Mitarbeiter habe ihn dann bei der Abschlussrede von Sebastian Kurz in der politischen Akademie wiedererkannt. Über die angegebene Telefonnummer, sei man auf seinen richtigen Namen gekommen. Weil er die Rechnung von rund 76 Euro nicht bezahlt habe, habe man Anzeige erstattet. Der Geschäftsführer sei laut eigenem Bekunden dann an die zuständige Staatsanwältin in der Ibiza-Affäre vermittelt worden.
 
Ungewöhnlich: in dem Falter-Beitrag ist der ÖVP-Social-Media-Mitarbeiter sogar auf einer Video-Aufnahme zu sehen, wie er die Schredder-Aktion beobachtet.
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