Politiker fordern: 15. Gehalt für unsere Helden

Regierung will das erst nach Krise

Politiker fordern: 15. Gehalt für unsere Helden

Immer mehr Politiker fordern ein finanzielles Zuckerl für all jene, die derzeit alles geben.

upermarkt-Kassiererinnen, die im Akkord arbeiten, Regal-Schlichter, die mit dem Befüllen der leeren Regale nicht nachkommen. Krankenschwestern und Ärztinnen, deren Dienst verlängert wurde – und die im Dienst natürlich besonders gefährdet sind: Sie verdienen wohl eine besondere Anerkennung. Immer mehr Politiker fordern, dass Personengruppen jetzt entschädigt werden.

Video zum Thema: Rendi-Wagner: Maßnahmen sind notwendig

 

■ SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sagt zu oe24.TV: „Natürlich muss es da eine Entschädigung geben.“

■ ÖGB-Präsident Wolfgang ­Katzian betont gegenüber ÖSTERREICH: „Keine Frage, alle AlltagsheldInnen, die bis an ihre Leistungsgrenzen gehen, damit unsere Gesellschaft funktioniert, verdienen eine Belohnung dafür – da muss uns schon mehr als ein Danke einfallen, wenn diese Krise überwunden ist.“

■ FPÖ-Obmann Norbert Hofer tritt offen für die Auszahlung eines 15. Gehaltes (zusätzlich zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld) ein. Und er macht klar, wer das zahlen soll: der Staat.

■ AK-Präsidentin Renate Anderl betont zwar, es gehe jetzt um die Erhaltung der Arbeitsplätze, aber: „Die Gewerkschaften werden in KV-Runden nach der Krise sicher daran erinnern, wer das Land jetzt und immer am Laufen hält.“

Die Regierung reagiert zurückhaltend – aber wohl­wollend: Finanzminister Gernot Blümel lässt ausrichten, jetzt sei einmal die Rettung der Arbeitsplätze vordringlich. Kanzler Kurz sagte vor zwei Tagen auf oe24.TV: „Ich werde dafür eintreten, dass es da auch ein finanzielles Dankeschön gibt.“ Wohl nach der Krise.(gü)

Video zum Thema: Die Helden des Alltags
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Rendi-Wagner: "Das sind wir den Helfern schuldig"

oe24.TV: Sind Sie dafür, dass „Helden der Krise“ finanziell entschädigt werden?

Pamela Rendi-Wagner: Wir alle und ganz Österreich müssen laut Danke sagen zu diesen Menschen, die ja auch Risiken eingehen, sei es im Supermarkt, bei der Post, in Öffis – aber auch beim Spitalspersonal und den Ärzten. Ja, die arbeiten jetzt über ihre Kapazitäten, sie sind physisch belastet, sie sind psychisch belastet. Natürlich muss es da eine Entschädigung geben.

oe24.TV: Geld aus den Hilfsfonds soll nicht nur die Wirtschaft erhalten, sondern auch Arbeitnehmer?

Rendi-Wagner: Natürlich muss ein Teil dieses Geldes all jenen zugutekommen, die in diesen schwierigen Tagen die Versorgung sichern – das sind wir ihnen schuldig.

Norbert Hofer: "15. Gehalt für jene, die viel leisten"

oe24.TV: Soll es für Krankenhauspersonal & Supermarktmitarbeiter ein 15. Gehalt geben?

Norbert Hofer: Genau dafür bin ich auch, denn während sich viele Menschen schützen können, können sie, wenn sie im Supermarkt arbeiten und sehr viel Kontakt haben, das vielleicht nicht machen. Wir nehmen jetzt sehr viel Geld in die Hand, und ich glaube auch, dass das, was hier geleistet wird, kompensiert werden muss.

oe24.TV: Und wer soll das kompensieren? Der Staat?

Hofer: Da muss der Staat einspringen. Es ist eine Sondersituation. Das Nulldefizit ist sowieso Geschichte. Wir müssen massiv investieren, damit der Staat auch nach dieser Krise weiter funktionieren kann.

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