Pröll: Knapp an der Absoluten

NÖ-Wahl

Pröll: Knapp an der Absoluten

Angriffiger Milliardär gegen kämpferischen Landesvater. Bereits der Start zum NÖ-Intensiv-Wahlkampf wurde zum Beinhart-Duell der schärfsten Kontrahenten: Pröll gab Donnerstagabend vor 4000 euphorischen VP-Funktionären in Schwechat das Motto vor: „Alle gegen uns, alle gegen Erwin Pröll.“

Seine Gegner nannte er „Piraten, religiöse Eiferer und Leute, die glauben, dass man sich Politik kaufen kann“. Ein Frontalhieb gegen Stronach: „Das Land ist ja kein Spielzeug, das man wieder in die Ecke wirft, wenn man das Interesse verliert.“ Er ließ keinen Zweifel daran, dass er Lust auf eine weitere Amtszeit hat: „Ich werde mich sicher nicht ein Jahr nach der Wahl davonstehlen.“

Frank Stronach wetterte fast zeitgleich wenige Kilometer weiter vor 2.500 Anhängern in der Donauhalle in Tulln. Er nannte Pröll abermals einen „Schuldenmacher, Schmähtandler und Verhinderer“. Statt tosendem Applaus erntete er dafür nur lauen Beifall.

Diashow Stronach: So startet sein Wahlkampf

Showdown um Wahl-Sieg in NÖ beginnt

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Sonntagsfrage: 49 Prozent würden für ÖVP stimmen
Parallel zum Wahlkampfauftakt liegt nun auch die neueste Gallup-Umfrage zur NÖ-Wahl im Auftrag von ÖSTERREICH vor. Erwin Prölls Rennen um die absolute Mehrheit in Niederösterreich bleibt demnach eine Zitterpartie: Nach heutigem Stand bekäme die ÖVP 49 Prozent. Damit verliert sie zwar ganz leicht, theoretisch könnte sich die absolute Mandatsmehrheit aber wieder ausgehen. Die SPÖ liegt bei 23 Prozent, die FPÖ bleibt bei 10 Prozent. Frank Stronach liegt unverändert bei acht Prozent, beachtlich für eine neue Gruppierung.

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ÖSTERREICH ließ auch die Beliebtheit der Kandidaten abfragen. Klare Nummer eins im Barometer: Erwin Pröll. 51 Prozent beantworteten die Frage, ob Pröll in den vergangenen Wochen positiv aufgefallen ist mit „Ja“. Nur 27 Prozent gaben ihn ein „Nein“. Die Differenz (Saldo) beträgt 26. Bei Frank Stronach sieht es gänzlich anders aus: Nur 20 Prozent bewerten ihn positiv. Aber 49 Prozent gaben ihm einen negativen Wert.

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Autor: Karl Wendl
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