Pröll im Umfrage-Hoch, Fekter wird Minus-Frau

1. Zeugnis

Pröll im Umfrage-Hoch, Fekter wird Minus-Frau

Im ersten Semester-Zeugnis der Regierung nach exakt 50 Tagen im Amt ist Vizekanzler Josef Pröll der große Star. Er hängt sogar den Kanzler ab

Zeugnisverteilung in ganz Österreich – und das anerkannte Gallup-Institut ließ von den Österreichern erstmals die Noten für die neue Bundesregierung vergeben: Wer ist der Gewinner zum Start? Und wer sind die Verlierer in der neuen Regierung?

Gefragt wurde nach dem bewährten internationalen Modell der „Politik-Barometer“: Von welchen Ministern haben die Wähler nach 50 Tagen einen „positiven Eindruck“ und von welchen einen „negativen“? Aus dem Saldo zwischen „Positiv“ und „Negativ“ ergibt sich das Regierungs-Barometer.


Pröll schlägt alle
Auch wenn Kanzler Faymann mittlerweile eine ähnlich gute Bewertung wie US-Präsident Obama hat und 70% der Österreicher mit Faymanns Arbeit zufrieden sind – der ­große Gewinner der ersten 50 Tage in der Koalition ist Vizekanzler Pröll.

Josef Pröll wird von 58% der Österreicher „positiv“ bewertet, nur von 16% negativ – macht plus 42% Saldo.

Damit liegt Pröll um Klassen besser als Vorgänger Molterer, der zuletzt im Juni auf desaströse minus 37% kam, Pröll erreicht als Finanzminister aber auch viel bessere Werte als als Umweltminister in der alten Koalition – damals lag er nur bei 23%.

Vize schlägt Kanzler
Sensationell: Erstmals seit langer Zeit wird ein Vize von den Wählern damit besser bewertet als der Kanzler.

Werner Faymanns Arbeit wird von 54% der Wähler „positiv“ beurteilt, auch nur von 20% negativ. Erstmals seit Vranitzky ist damit ein Kanzler wieder im Positiv-Saldo (Gusenbauer hatte zuletzt den Negativ-Rekordwert von minus 48%).

Darling Bandion-Ortner
In der Beurteilung seiner Regierungsarbeit liegt Faymann damit freilich noch hinter „Greenhorn“ Bandion-Ortner. Die Justizministerin erhält – noch kaum im Amt – von 43% der Österreicher eine positive Noten, nur von 7% eine negative.

Ähnlich exzellente Werte gibt es für die Minister Mitterlehner, Hundstorfer, den neuen Außenminister Spindelegger und die roten Vorzeige-Ministerinnen Bures und Schmied.

Insgesamt liegt die neue Koalition im Schnitt um fast 20% besser als die alte. Im Minus nur noch Verteidigungsminister Darabos – und Unglücksministerin Fekter.

SPÖ liegt schon 4 Prozent voran
Trotz Pröll-Festspielen im Polit-Barometer kommt die ÖVP in der Sonntagsfrage nicht vom Fleck – und bleibt klar hinter der SPÖ. Der Parteiobmann ist im Sympathie-Hoch – doch seine Truppe spürt davon noch nicht viel.

Wären am heutigen Sonntag Nationalratswahlen würde Werner Faymanns neue SPÖ einen überlegenen Wahlsieg einfahren. Laut aktueller Gallup-Umfrage liegt die SPÖ bundesweit mit 33% der Stimmen mit einem komfortablen Vier-Prozent-Vorsprung vor der ÖVP.Gegenüber der letzten Wahl hat die SPÖ damit um fast 4% zugelegt.

Auch die ÖVP hat sich seit der letzten Wahl deutlich (nämlich um fast 3 %) verbessert – liegt mit 29% in der Sonntagsfrage aber unter der 30%-Marke. Beide Großparteien haben gegenüber dem letzten Monat minimal verloren.

Überraschend schwach im Vergleich zur öffentlichen Stimmung nach wie vor die FPÖ, die auch in dieser Woche nur auf 16 % der Stimmen kommt – ein leichtes Minus zur letzten Wahl.

Erster kleiner Glawischnig-Effekt bei den Grünen, die sich auf 13 % verbessern und zur Wahl um fast 3% zulegen können. Dagegen ist das BZÖ seit Haiders Tod im Minus.

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