SPÖ-Frauenministerin will zwei Millionen Euro mehr

ÖSTERREICH-Interview

SPÖ-Frauenministerin will zwei Millionen Euro mehr

Gabriele Heinisch-Hosek prescht vor: Die SPÖ-Familienministerin wehrt sich gegen Sparpläne. Sie will 2 Millionen Euro mehr von Pröll.

Als erste Ressortchefin muckt SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gegen die Sparpläne von ÖVP-Finanzminister Josef Pröll auf. "Pro Jahr brauche ich vom Finanzminister zwei Millionen Euro mehr. Es soll kein Frauenprojekt zusperren müssen", sagte Heinisch-Hosek im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH. Angesichts des geplanten Doppelbudgets will sie somit insgesamt vier Millionen Euro mehr bewilligt bekommen. "Dafür werde ich hart verhandeln, weil ja mein Gesamtbudget von jährlich neun Millionen Euro ohnehin sehr gering bemessen ist", sagt Heinisch-Hosek.

Beamten-Aufnahmestopp spart 10 Millionen
Auf Sparsamkeit setzt die Ministerin indes beim Öffentlichen Dienst, für den sie ja ebenfalls zuständig ist. "Allein über den vorläufigen Aufnahmestopp, der bis zum Beschluss des Budgets gilt, sparen wir rund zehn Millionen Euro."

Sofort starten will die SPÖ-Ministerin eine "Qualifizierungsoffensive" für Frauen. Erster konkreter Schritt ist ein Programm für 3.000 arbeitssuchende Frauen, die zu dringend benötigten Facharbeitern ausgebildet werden sollen - etwa für die Metall- und Chemiebrache oder diverse Gesundheitsberufe. Weiteren rund 800 Frauen soll eine Umschulung in technische Berufe ermöglicht werden.

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