SPÖ-Krisensitzung: Rendi bleibt Parteichefin

Nach Umfrage-Debakel

SPÖ-Krisensitzung: Rendi bleibt Parteichefin

Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil kamen um etwa 19 Uhr aus der Sitzung: 'Keine personellen Veränderungen'. 

Wien. Die meisten SPÖ-Länderchefs streuten ihrer Parteichefin am Donnerstag öffentlich Rosen. Die selbst verursachte rote Personaldebatte sollte wieder eingefangen werden. SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner und ihr Geschäftsführer Thomas Drozda luden heute dazu eigens zu einer Sitzung mit den Länderchefs in Wien ein.

Offiziell, um den Wahlkampf zu planen – in Wirklichkeit, um alle Personaldebatten abzudrehen, wie es Drozda in einer E-Mail an SP-Spitzenfunktionäre und alle SP-Nationalratsabgeordneten bereits versucht hatte.

Länderchefs wollen ein "professionelleres Team"

Aus drei SP-Länderorganisationen hieß es aber zu ÖSTERREICH: „Wir hatten mehrfach ein professionelleres Team verlangt. Das werden wir heute wieder machen.“ Aufgegangen ist dieser Plan nicht, wie Wiens Stadtchef Michael Ludwig nach der Sitzung erklärte: „Es gibt keine personellen Veränderungen.“ Aber immerhin: „Wir denken eventuell über eine personelle Erweiterung nach.“ Die Länderchefs Hans Peter Doskozil (Bgld.) und Michael Schickhofer (Stmk.) rauschten kommentarlos ab.

Rendi-Wagner fasste die Sitzung so zusammen: „Postenstreit interessiert niemand. Da haben einige in der SPÖ an den wahren Aufgaben der Politik vorbeigedacht.“ Sie sei optimistisch, weil man im Wahlkampf nun die richtigen Fragen stelle. Etwa: „Sind wir nahe genug an den Menschen? Die politischen Realitäten können sich sehr rasch ändern.“

Isabelle Daniel

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