91% zittern vor Zentral-Matura

Schul-Reform

91% zittern vor Zentral-Matura

Schüler fühlen sich schlecht vorbereitet …
- … vor allem in Mathe. 

Unterrichts-Ministerin Claudia Schmied droht die Eröffnung eines neuen Schul-kampfplatzes: 91 Prozent der Schüler haben angeblich Angst vor der neuen Zentralmatura. Hintergrund: 2014 sollen alle Maturanten in Deutsch, Englisch und Mathematik österreichweit am selben Tag mit denselben Aufgaben maturieren. Eine Umfrage der Bundesschülervertretung sagt nun:

  • 85 % fühlen sich nicht ausreichend vorbereitet.
  • 36 % fühlen sich in Englisch schlecht vorbereitet.
  • In Deutsch sind es 39 %.
  • In Mathematik fühlen sich sogar 50 % schlecht unterrichtet.

Conny Kolmann von der ÖVP-nahen Schülerunion fordert eine Verschiebung: „Der erste Jahrgang darf nicht zum Testdurchgang werden.“

Bessere Schüler? Das Ministerium sieht das anders. In Englisch wird bereits seit 2011 an 84 % aller AHS die Zentralmatura durchgeführt. Eine Befragung unter Englisch-Lehrern ergab: 56,3 % sagen, dass die Schüler ähnlich wie bei der ‚alten‘ Matura abschneiden, 35,7 % sagen, Schüler schneiden besser ab.

Trotzdem startet SP-Ministerin Claudia Schmied eine Info-Kampagne: Auf der Internetseite des Forschungsinstituts BIFIE können Schüler 154 Mathematik-Beispiele für die Zentralmatura abrufen. An Schulen soll es Info-Veranstaltungen geben. Verschieben werde man die Reform nicht. Denn die alte Matura liefere die Schüler der Willkür der Lehrer aus.

Mittlere Reife bis Sommer fixiert
Dass Schulabgänger am Ende der Schulpflicht über ein bestimmtes Wissen verfügen, ist in Österreich nicht sichergestellt. Denn die Schulpflicht ist mit 15 Jahren erfüllt – auch mit einem Fünfer im Zeugnis. Abhilfe schaffen soll die Mittlere Reife. Bis Sommer soll es eine Einigung geben, bestätigt ein Sprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf ÖSTERREICH-Anfrage: „Die Gespräche laufen sehr gut.“

Wie genau die Mittlere Reife aussehen soll, wird noch verhandelt. Schmied ist „gegen zusätzliche Hürden“. ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon sagt: „Ich möchte keine ,Testitis’. Das Zeugnis der 8. Schulstufe soll einbezogen werden, ebenso die Bildungsstandards und eine zusätzliche Abschlussarbeit.“ Spätestens mit 18 soll man die Mittlere Reife schaffen.

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