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Proteste zu Schulstart?

Schulpaket: Lehrer auf Barrikaden

Kaum haben sich SPÖ und ÖVP mit Hängen und Würgen auf das Schulautonomie-Paket geeinigt, hagelt es Proteste von Lehrern und Schülern.

Die Lehrer wehren sich heftig dagegen, dass künftig mehr als 25 Schüler in einer Klasse sitzen können. Zwar schreibt die Koalition jetzt sogar in der Verfassung fest, dass diese Zahl „im Landesschnitt“ nicht überschritten werden darf. Doch laut Gewerkschaftsboss Paul Kimberger „nützt das überhaupt nichts“, da es dann ja kleinere, aber eben auch deutlich größere Klassen geben kann. „Wenn das so beschlossen wird, wird es von uns eine Reaktion geben“, droht er im ÖSTERREICH-Interview. Der Schulbeginn sei „fünf Wochen vor der Wahl“, deutet er mögliche Protestmaßnahmen mitten im Wahlkampf an.

Ohne Lehrer-Zustimmung gibt es keine Modellregion

Ermöglicht werden sollen mit dem Paket auch Modellregionen zur gemeinsamen Schule. 15 % der Schüler sowie 5.000 Schüler pro Bundesland dürfen eine Gesamtschule in einer Modellre­gion besuchen. Alle Eltern- und Lehrer müssen abstimmen. Die Schüler sind ausgeschlossen, was für die ÖVP-nahe Schülervertretung „untragbar“ ist.

Die Koalition braucht für ihr Gesetz noch die Zustimmung der Grünen, die sich diese am Montag noch offenhielten.

D. Knob

Kimberger: "Lassen und das nicht gefallen"

Die Gewerkschaft kündigt "Reaktion" an, wie es Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger im ÖSTERREICH-Interview erklärt.

ÖSTERREICH: Sind Sie mit der Einigung zum Schulpaket zufrieden?

Paul Kimberger: Wenn es aufgrund des Pakets größere Klassen gibt, ist das für mich inakzeptabel. Da werden wir reagieren, keine Frage.

ÖSTERREICH: Der Schnitt von 25 Kindern in jeder Klasse pro Bundesland beruhigt Sie nicht?

Kimberger: Das löst überhaupt nichts. Denn dann kann ich ja wesentlich größere Klassen machen, wenn es in dem Bundesland auch kleinere Klassen gibt. Es besteht die Möglichkeit, 27 oder 28 Kinder in eine Klasse zu geben, aber in Wien den Schnitt von 25 nicht zu überschreiten. Bei einen Schnitt von 27 Kindern erspart man sich 440 Klassen.

ÖSTERREICH: Wie werden Sie reagieren?

Kimberger: Wir lassen uns das sicher nicht gefallen. Ich sage nur eines: Fünf Wochen vor der Wahl ist Schulbeginn. Die Abgeordneten müssen gewählt werden, und ich glaube nicht, dass so etwas in den ­Regionen recht gut 
ankommt.

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