So warnte die Spekulantin Burgstaller

Neues E-Mail

So warnte die Spekulantin Burgstaller

Am 21. September wies Monika R. die Landeschefin auf drohende Verluste hin.

Im Finanzskandal ging die verdächtigte Beamtin Monika R. (41) am Donnerstag in die Gegen­offensive – und belastete Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) schwer. Ihr Anwalt Herbert Hübel veröffentlichte eine E-Mail, die die Beamtin am 21. September an Burgstaller geschickt hatte – also zweieinhalb Monate vor Auffliegen des Skandals. Die ­E-Mail liegt ÖSTERREICH vor.

Darin beschwert sich die Beamtin, sie werde ihrer persönlichen Rechte beraubt und sei bereits öffentlich diskreditiert worden. Hintergrund: Sie war davor am 17. Juli im Auftrag von Finanzlandesrat David Brenner (SPÖ) auf Zwangsurlaub geschickt worden.

Diashow: Das Mail der Zocker-Beamtin an Burgstaller

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Das E-Mail an Gabi Burgstaller
Das E-Mail an Gabi Burgstaller
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Das E-Mail an Gabi Burgstaller
Das E-Mail an Gabi Burgstaller

Am 20. September kehrte sie zurück. Dennoch waren alle Datenzugänge und der E-Mail-Account gesperrt. Monika R. flehte Burgstaller um Unterstützung an: „Bitte helfen Sie mir.“ Zudem hängte sie eine dreiseitige Warnung an, die sie zeitgleich an den Leiter der Finanzabteilung, Eduard Paulus, schickte.

Darin schreibt sie von drohenden Verlusten über 130 Millionen Euro. Aktuell betrage das Minus schon 27 Millionen Euro, schreibt sie in der E-Mail.

Burgstaller hatte in der ZIB 2 erklärt, erst am 3. Dezember von den Problemen in der Finanzabteilung erfahren zu haben. Verteidiger Hübel forderte sie am Donnerstag in einem durch Boten zugestellten Schreiben ultimativ auf, diese Aus­sage bis 15 Uhr „öffentlich unter nachweislicher Verständigung des Österreichischen Rundfunks zu widerrufen“.

Ansonsten „ist unsere Kanzlei beauftragt, ohne weitere Kontaktaufnahme die gebotenen Schritte zu ergreifen“. Hübel zu ÖSTER­REICH: „Meine Mandantin will nicht, dass man sie verleumdet. Sie will ihre Ehre und ihren Namen retten. Sie war eine gute Kraft.“

Aus Burgstallers Büro hieß es, die Landeshauptfrau sei gefragt worden, wann sie vom 340-Millionen-Euro-Verlust erfahren habe. Diese Frage habe sie völlig korrekt beantwortet

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