Karmasin:

ÖSTERREICH-Interview

Karmasin: "Debatte um Gesamtschule beenden"

Neue Familienministerin: "Kämpfe, dass Schulstartgeld nicht gestrichen wird."

 Familienministerin Sophie Karmasin ist gegen die derzeit laufende öffentliche ÖVP-Debatte zum Thema Gesamtschule: "Als parteifreie Ministerin glaube ich, dass man wichtige inhaltliche Fragen besser parteiintern ausdiskutieren sollte, als sich gegenseitig Meinungen über die Medien auszurichten. Beim Thema Schule sind klare Maßnahmen im Regierungsprogramm fixiert. An deren Umsetzung sollten wir arbeiten.", so die neue Familienministerin im großen ÖSTERREICH am SONNTAG-Interview.

Ob sie selbst inhaltlich für die Gesamtschule sei, lässt sie ausdrücklich offen: "Das Thema ist zu wichtig, um hier eine schnelle Antwort zu geben. Ich müsste hier erst Experten konsultieren, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können."

Karmasin spricht auch über ihre Pläne als Familienministerin: "Es ist meine persönliche Überzeugung, dass wir das Schulstartgeld nicht streichen dürfen. Dafür werde ich kämpfen. Zudem will ich, dass Mehrkindfamilien eine stärkere Beachtung finden. Wir rechnen hier bis zur Klausur neue Modelle durch." Ohne eine Erhöhung der Familienbeihilfe hätte sie das Ressort keinesfalls übernommen: "Ohne die Möglichkeit von Maßnahmen - auch budgetär - wäre ein eigenes Ministerium für Familie und Jugend auch nicht zu rechtfertigen."

Aufhorchen lässt Karmasin mit der Aussage, dass es für sie kein Ziel sei, in der Politik zu bleiben: "Ich bin keine Berufspolitikerin und werde nie eine werden. Ich bin eine Mutter und Unternehmerin, weder partei- noch ideologiegesteuert. Mir geht es darum, etwas für Familien zu bewegen. Jetzt denke ich an die kommenden fünf Jahre. Aber dass ich mein restliches Leben in der Politik verbringen werde, ist ausgeschlossen. Ich will nicht ewig Politikerin sein. Nein."

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