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Stenzel empört mit Nazi-Sager über VdB-Eltern

In der Analyse-Runde des ersten TV-Duells zwischen den beiden Hofburg-Kandidaten auf oe24.TV sorgte FP-Gemeinderätin Ursula Stenzel für einen Skandal. Live im TV unterstellte sie den Eltern von Alexander Van der Bellen eine nationalsozialistische Vergangenheit. „Es gibt zumindest Vermutungen, dass seine Eltern zumindest geliebäugelt haben mit den Nazis“, sagte Stenzel in der Diskussionsrunde. Van der Bellen wäre besser beraten, diesen weißen Fleck in Form von seiner Familiengeschichte klarzustellen, meinte die Ex-Bezirkvorsteherin des ersten Bezirks.

Nicht zum ersten Mal wird der Ex-Grünen-Chef mit solch einer Behauptung konfrontiert. Im Jahr 2007 behauptete der damalige Tiroler VP-Landeshauptmann Herwig Van Staa , dass Van der Bellens Vater ein „hochrangiger“ Nazi gewesen wäre. Damals wies Van der Bellen diese Behauptung erzürnt zurück und bezeichnete die Aussagen als „widerwärtig und letztklassig“. "Mir ist davon nichts bekannt. Wenn Van Staa Belege dafür in der Hand hat, werde ich sie mit Interesse studieren, wenn er keine Belege hat, möge er sich öffentlich entschuldigen".

Van Staa hat sich inzwischen gegenüber oe24 zu Wort gemeldet. Er habe Van der Bellens Vater nie als hochrangigen Nazi bezeichnet. In dem Mail heißt es: "Richtig ist, dass ich als Landeshauptmann die Feststellung gemacht habe, dass rechtskräftig verurteilte Asylwerber ihren Asylwerberstatus zu verlieren hätten und auszuweisen seien.

Sollte eine Ausweisung wegen Nichtvorhandensein von Identitätsnachweisen, bzw. der Weigerung der Herkunftsstaaten diese zurückzunehmen, nicht möglich sein, seien diese zu internieren bis sie ihre Identität preisgeben.

Aufgrund dieser Stellungnahme, die ich auch heute noch vollinhaltlich vertrete, hat der damalige Vorsitzende der Grünen, Herr Van der Bellen mich mit der Behauptung, ich wolle dadurch 100 Guantanamos schaffen, in eine politisch rechtsextreme Position zu rücken versucht.
Ich habe mich dagegen in einer Pressekonferenz heftig zur Wehr gesetzt und im Anschluss an die Pressekonferenz gegenüber einem Journalisten die Aussage getätigt, wenn eine Familie während des Krieges aus Estland nach „Nazi-Deutschland“ geflüchtet und 1944 von Wien ins Tirol Kaunertal gezogen ist, so könne dies nur mit Duldung des damaligen Systems oder durch den Schutz eines hochrangigen Nazis möglich gewesen sein. ...

...

Ich habe damals Herrn Van der Bellen auch einen persönlichen Brief geschrieben und ihn ermächtigt, diesen Brief zu veröffentlichen, was er in der Folge nie getan hat.

Hätte ich den Vater Van der Bellens tatsächlich als hochrangigen Nazi bezeichnet, wäre die Feststellung, dies sei „widerwertig und letztklassig“, zu Recht erfolgt."

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