Strache:

ÖSTERREICH

Strache: "Bin Single & nicht auf der Suche"

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache macht im Interview mit ÖSTERREICH am SONNTAG Druck für einen Hypo-Untersuchungsausschuss. Er verteidigt Wladimir Putin und ist der Ansicht, dass Homosexuelle in Russland nicht verfolgt werden. Und erstmals äußert sich der FPÖ-Chef ausführlich zu seinem Privatleben.

Hypo-Pleite
"Der Schaden für die österreichischen Steuerzahler ist erst durch die Notverstaatlichung 2009 durch den damaligen ÖVP-Finanzminister Josef Pröll und seine Staatssekretäre von ÖVP und SPÖ entstanden. Hier fordere ich restlose Aufklärung, die nur durch einen Untersuchungsausschuss sichergestellt werden kann", so Strache. Einen "Weisenrat" zur Hypo lehnt er ab: "Hier ist keine Wahrheitspflicht gegeben und keine Kontrolle des Parlaments möglich. Es gibt nur eine Möglichkeit, parlamentarisch und verfassungskonform zu untersuchen: mit einem U-Ausschuss." Strache macht auch einen Vorschlag, wie er die Hypo-Causa managen würde: "Wenn man die Bayern auf Rückabwicklung klagt und eine geordnete Insolvenz vornimmt, dann würde man den Steuerzahler womöglich sogar vollkommen schadlos halten können. Eine Lösung, wie die Regierung sie mit der Anstaltslösung anpeilt, wird hingegen fünf bis sogar 12 Milliarden Euro kosten." Eine moralische Mitschuld am Hypo-Debakel versucht der FPÖ-Chef weit von sich zu weisen: "Ich habe diese Kritik an Dr. Jörg Haider immer geäußert: Die Ausfallshaftungen waren ein Fehler. Allerdings haben SPÖ und ÖVP in Kärnten damals munter mit Haider mitgestimmt. Die Entwicklungen 2004 haben dazu geführt, dass es zum Bruch zwischen Dr. Jörg Haider und mir gekommen ist. Die Sache ist Teil der politischen Vergangenheit, mehr nicht."

Aufhorchen lässt Strache mit einer Rundum-Verteidigung von Russlands Präsident Wladimir Putin in Zusammenhang mit den Menschenrechten: "Hier gibt es Vorwürfe gegenüber Putin, die jeder Grundlage entbehren. Homosexuelle werden in Russland nicht verfolgt, sogar im Beraterumfeld von Putin gibt es welche. Es ist nur verboten, Propaganda bei Kindern und Jugendlichen zu machen."

"Bin Single"
Klartext spricht Heinz-Christian Strache zu seinem derzeitigen Privatleben. "Ich bin Single. Und ich bin auch nicht auf der Suche. Nach sieben Jahren Beziehung wäre es auch falsch, sich sofort wieder in eine neue zu stürzen. Das rächt sich bald", so der Chef der Freiheitlichen. Aber wie stellt er sich seine Traumfrau vor? "Sie muss die notwendige Seelen- und Herzenstiefe haben und den notwendigen Charakter. Man braucht einen Menschen der nicht nur nimmt, sondern auch gibt. Man braucht jemanden, der den Menschen und nicht die öffentliche Person aufrichtig liebt. Aber darauf kommt man ja. Früher oder später. Dazu braucht es auch Enttäuschungen, die man erlebt hat. Aber man lernt daraus, wird sich klar, was man falsch gemacht hat, was man übersehen hat. Aber wenn die Richtige kommt, fühlt man das."
 

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