Halbe Million Spesen für Klo, Teppiche & Co.

Strache-Gate:

Halbe Million Spesen für Klo, Teppiche & Co.

Strache hat eine neue Spesendiskussion am Hals: 500.000 Euro für sein damaliges Büro.

Wien. Über 280.000 Euro für sein Sicherheitskonzept, fast 100.000 Euro für neue WC-Anlagen und unglaubliche 123.000 Euro für Möbel, Teppiche, Vorhänge und Bepflanzung. So sah die Rechnung aus, die Heinz-Christian Strache dem Sportministerium für den Umbau seiner Büroräumlichkeiten im Wiener Palais Dietrichstein präsentierte. Eine parlamentarische Anfragebeantwortung durch Straches Nachfolger als Ressortchef, Werner Kogler, listet die Posten penibel auf. Hinzu kam noch einiges an Spesen: etwa rund 10.000 Euro für Taxifahrten, über 8.000 Eu­ro für Arbeitsessen und 23.000 Euro für den Opernballbesuch der Straches 2019.

Strache: »Jetzt profitiert ein VP-Regierungsmitglied«

Auf Facebook rechtfertigte der frühere FPÖ-Chef – gegen ihn laufen in der blauen Spesenaffäre noch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien wegen Untreue, es gilt die Unschuldsvermutung – am Samstag die hohen Kosten für seinen Büroumbau: „Mein damaliges ­Ministerium wurde neu geschaffen und musste neu aufgebaut werden.“

Die Räumlichkeiten hätten demnach „völlig neue behindertengerechte Sanitäranlagen (diese waren völlig heruntergekommen) und Sicherheitseinrichtungen benötigt (diese sind in allen bestehenden Ministerien bereits Realität gewesen – was sollen das für Spesen gewesen sein?)“. Und jetzt, so der frühere Sportminister, würde „von den Investitionen für die Sicherheit und die Sanitäreinrichtungen für die Büromitarbeiter im Ministerium und für Staatsgäste das neue ÖVP-Regierungsmitglied“ profitieren. Gemeint ist Integrationsministerin Susanne Raab.

SPÖ ortet »Spesenorgie« & fragt nach Sportmuseum

Auch wenn eine Büroumgestaltung, anders als etwa Arbeitsessen, nicht als Spesen gewertet wird – eine halbe Million Euro für ein Ministerbüro seien überschießend, empört sich die SPÖ, die die Anfrage gestellt hat. Denn, so die Roten, Strache habe Geld ausgegeben, das für sein nie realisiertes Sportmuseum gedacht gewesen wäre.

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