Strache kämpft um sein Überleben

FPÖ in der Krise

Strache kämpft um sein Überleben

Bei einer Krisensitzung versuchte Strache am Sonntag, nach der Wahlschlappe, ­seine Partei umzubauen. Es geht um sein Überleben.

Schon bevor die FPÖ-Granden zur Krisensitzung in der Parteizen­trale eintrafen, versank die Partei im Chaos. Am Nachmittag hatten FPÖ-Sprecher versucht, den Termin, den FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ÖSTERREICH persönlich bestätigt hatte, zu dementieren.
Vergeblich: Am Sonntag um 17 Uhr standen Trauben von Reportern vor der FPÖ-Zentrale in Wien-Josefstadt. Kein Wunder, es geht um Straches Überleben.
HC Strache wollte mit seinem Rücktritt drohen
● Weg mit den Rechten. Schafft er es nicht, den rechten Flügel mit Barbara Rosenkranz (NÖ-FP-Chefin) und Martin Graf (3. NR-Präsident) zu entmachten, kann er gegen Frank Stronach bei der Nationalratswahl nicht bestehen.
● Gewaltakt: Strache wollte einen Gewaltakt hinlegen und – auch wenn dies wütend dementiert wurde – mit Rücktritt drohen: So soll die FPK in den Schoß der FPÖ geführt und NÖ-Rosenkranz abgelöst werden – in ÖSTERREICH hat Strache dies angedeutet.
● Länder mauern. Doch während ihn Norbert Hofer (Bgld.), Herbert Kickl und Harald Vilimsky (FP-Generäle) sowie Wiens Johann Gudenus unterstützten, leisteten Landeschefs wie Manfred Haimbuchner (OÖ) und Karl Schnell Widerstand (Interview). Zu Redaktionsschluss dauerte die Sitzung noch an.
● Parteitag. Schon am Mittwoch will Strache in einem  Parteivorstand weitere Beschlüsse erreichen. Und: Der Streit wird bis zu einem Wahlparteitag am 25. Mai in Linz vertagt. Dann will Strache für die Nationalratswahl im Herbst durchstarten.

Hier können Sie den Live-Ticker nachlesen...

Diashow Strache kämpft ums Überleben

Strache ruft zur Sondersitzung

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Dörfler: »Ich behalte Mandat«

Einem möglichen Parteiausschluss sieht Dörfler locker entgegen: „Dann bin ich halt ein freier Abgeordneter. Und dabei bleibt’s!“
Für Samstag hatte der neue FPK-Obmann Ragger die „klärende Aussprache“ mit Landeshauptmann Dörfler zum Mandatsverzicht angekündigt. Die neue FPK-Führung will ihren Ex-Landesvater unbedingt überreden, auf sein Landtagsmandat zu verzichten. Doch Dörfler ging auf Tauchstation, drehte sein Handy ab, war das ganze Wochenende nicht erreichbar – bis er gestern Abend in der ÖSTERREICH-Redaktion anrief.
ÖSTERREICH: Herr Landeshauptmann, haben Sie jetzt im entscheidenden Gespräch mit dem neuen FPK-Obmann Ragger den Verzicht auf Ihr Mandat unterschrieben?
Gerhard Dörfler: Keine Rede davon. Es hat gar kein Gespräch mit Ragger am Wochenende gegeben. Und ich werde mich auch ganz sicher nicht von meinem Landtagsmandat trennen. Kommt nicht infrage.
ÖSTERREICH: Was haben Sie denn dann übers Wochenende getan?
Dörfler: Ich habe mich zu einem tibetischen Mönch zurückgezogen und mit ihm viele Dinge besprochen. Und ich war in der Kirche und habe dort enormen Zuspruch von den Bürgern erfahren. Alle haben gesagt, ich soll in der Politik bleiben. Und das werde ich auch tun.
ÖSTERREICH: Sie riskieren eine Zerreißprobe mit Ihrer Partei, wenn Sie auf Ihr Mandat nicht verzichten.
Dörfler: Keine Rede davon. Jetzt muss sich mal die Spannung verflüchtigen. Es ist völlig normal, dass es nach so einer historischen Niederlage ein kräftiges Nachbeben gibt. Aber wir kommen sicher sehr rasch wieder in ruhigeres Fahrwasser. Jetzt sind Ruhe und Gelassenheit gefragt – ganz im Sinne des Dalai-Lama. Wir könnten da von ihm viel lernen. Alle sollen sich mal beruhigen – und dann red’ ma weiter.
ÖSTERREICH: Sie verstehen nicht, dass die FPK unbedingt Ihren Rückzug will?
Dörfler: Ich habe siegen gelernt, und ich habe verlieren gelernt. Ich trage beides mit der gleichen Demut. Und ich würde meiner Partei sehr raten, nach ein paar Tagen Nachwahl-Getöse wieder zu einer geordneten Diskussionskultur und zu freundschaftlichem Umgang zurückzukehren.

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