Tschechischer Mandatar boykottierte Temelin-Gespräche

2-Staaten-Kommission

Tschechischer Mandatar boykottierte Temelin-Gespräche

Weil die österreichischen Mandatare einer tschechischen Einladung nicht folgen und das AKW Temelin nicht besuchen wollten.

Auch ein tschechisches Mitglied der tschechisch-österreichischen Parlamentarier-Kommission zum Atomkraftwerk Temelin hat die am Dienstag beendete Gesprächsrunde in Wien boykottiert. Der sozialdemokratische Abgeordnete und frühere Industrie- und Handelsminister, Milan Urban. Damit reagierte er auf die Tatsache, dass es die österreichischen Parlamentarier abgelehnt hatten, einer tschechischen Einladung zu folgen und das AKW zu besuchen.

"Arrogante Ablehnung"
"Man kann eine Vereinbarung nur mit jemandem erzielen, der sich vereinbaren will. Angesichts der arroganten Ablehnung der österreichischen Kollegen, das Kraftwerk detailliert zu besichtigen - was ich als symbolischen Schritt betrachte - habe ich abgelehnt, an den Verhandlungen in Wien teilzunehmen", so Urban.

"Nicht akzeptabel"
Die tschechische Republik sei ein souveränes Land und könne "diese Handlungsweise nicht akzeptieren". Die tschechische Regierung habe einen "Fehler gemacht", als sie der Bildung der Kommission zugestimmt habe. Die österreichische Seite benutze diese Plattform nur für Kritik, man könne also keine Vereinbarungen erwarten.

Eine Lösung sei eher in der allgemeinen Debatte über die Zukunft des atomaren Programms im Rahmen der EU zu sehen, so Urban.

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